Schweiz

Umweltskandal im Blausee? SP Kanton Bern verlangt nun eine PUK

In den Fischzuchtanlagen des Blausees im Kandertal ist es nach Angaben der Betreiber in den letzten Jahren immer wieder zu  Fischsterben gekommen.

In den Fischzuchtanlagen des Blausees im Kandertal ist es nach Angaben der Betreiber in den letzten Jahren immer wieder zu Fischsterben gekommen.

Laut Medienberichten seien bei der Sanierung des Lötschberg-Scheiteltunnels grobe Fehler passiert. Diese hätten zu Fischsterben im Berner Blausee geführt. Die SP des Kantons Bern verlangt nun den Einsatz einer Parlamentarischen Untersuchungskommission.

(dpo) Eine Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) soll die Vorkommnisse rund um die Sanierung des Lötschberg-Scheiteltunnes und den mutmasslichen Zusammenhang mit mehreren Fischsterben im Blausee aufklären. Dies fordert die SP des Kantons Bern mittels einer Motion, wie sie in einer Mitteilung am Freitag schreibt. Martin Egger von der GLP habe die Motion ebenfalls unterschrieben, sagt die SP-Kantonsparlamentarierin Andrea Zryd auf Nachfrage von CH Media. Es könne gut sein, dass andere ebenfalls mitziehen, so Zryd weiter.

Stand heute müsse davon ausgegangen werden, dass die involvierten Behörden «zumindest weggeschaut und damit ihre Verantwortung nicht wahrgenommen» hätten, schreibt die SP im Communiqué. Eine PUK soll die Angelegenheit nun «lückenlos aufklären».

Führte kontaminierter Schotter zum Fischsterben?

Gemäss einer Recherche der Tamedia-Zeitungen und der SRF-«Rundschau» sollen bei der Forellenzucht im Blausee in den letzten zwei Jahren mehrere tausend Fische gestorben sein. Die Betreiber des Hotel-Restaurants mit Fischzucht am Blausee vermuten, dass kontaminierter Schotter aus dem Lötschbergtunnel zum Fischsterben geführt habe.

Die Fischzucht ist im Besitz vom ehemaligen Nationalbankpräsidenten Philipp Hildebrand, Globetrotter-Chef André Lüthi und Swiss Economic Forum Gründer Stefan Linder. Laut Medienberichten haben sie Strafanzeige eingereicht. Die SHB Steinbruch Mitholz AG wiederum weist gegenüber der «Rundschau» die Anschuldigungen «in aller Form zurück».

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