Abzockerei
Vasella-Entschädigung: Juso und Unia schalten sich ein

Nun schalten sich auch die Juso und die Unia in die Diskussion um die Abgangsentschädigung von Daniel Vasella ein. Sie wollen am kommenden Freitag an der Generalversammlung der Novartis protestieren.

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Daniel Vasella schwebt in einem goldenen Fallschirm über allem. So präsentieren die Juso und die Unia den Novartis-Chef. Es sei unverschämt, dass Vasella 72 Millionen als Abgeltungsentschädigung bekommen soll, findet David Roth, Präsident der Juso Schweiz.

An der Generalversammlung der Novartis vom nächsten Freitag will er dagegen ein Zeichen setzen. «Wir wollen gegen die schamlose Abzockerei von Herr Vasella protestieren», sagt Roth gegenüber dem Regionalfernsehen Tele M1. Mit einer «1:12-Kanone» will er Daniel Vasella wieder auf den Boden der Realität holen. Deswegen kaufte er noch diese Wochen Aktien der Novartis. Denn er erhofft sich so, an der Generalversammlung teilnehmen zu können.

Auch die Unia ist vor Ort. «Die Unia will an der Generalversammlung der Novartis ein klares Zeichen setzen. Wir wollen keine goldenen Fallschirme», sagt Lorenz Keller, Mediensprecher der Unia Zürich-Schaffhausen. Dafür haben sie eigens ein Plakat kreiert.

Zudem reicht der ehemalige Novartis-Aktionär und Aktionärsvertreter Hans-Jacob Heitz am Montag eine Strafanzeige ein gegen Daniel Vasella und Mitglieder des Vergütungsausschusses wegen untreuer Geschäftsführung. Man habe versucht die Entschädigung von 72 Millionen an den Aktionären vorbei zu schleusen.

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