Schweiz

Verfahren gegen Fussballfunktionäre: 36 Millionen Franken zurückbezahlt

Die südamerikanischen Fussballkonföderation Conmebol erhielt Rückzahlungen von 36 Millionen Franken.

Die südamerikanischen Fussballkonföderation Conmebol erhielt Rückzahlungen von 36 Millionen Franken.

Nach Strafverfahren gegen Fussballfunktionäre hat die Schweizer Bundesanwaltschaft insgesamt 36,6 Millionen Franken an die südamerikanische Fussballkonföderation Conmebol zurückbezahlt.

(agl) Die in der Schweiz gesperrten Gelder hat die Bundesanwaltschaft (BA) nach Abschluss eines ersten Verfahrens gegen mehrere ehemalige südamerikanische Fussballfunktionäre eingezogen und zurückbezahlt. Wie die BA am Mittwoch mitteilte, wurde ihnen vorgeworfen, ihre jeweiligen Positionen zum Nachteil der Conmebol missbraucht und sich selbst sowie Dritte unrechtmässig bereichert zu haben. Unter den Beschuldigten waren unter anderem der langjährige Präsident Nicolas Leoz sowie der ehemalige Generalsekretär Eduardo Deluca. Das Verfahren gegen Leoz wurde eingestellt, nachdem dieser im August 2019 verstorben war.

Als geschädigte Partei wurden Conmebol seit dem vergangenen Dezember insgesamt 36,6 Millionen Franken zurückbezahlt, den grössten Teil der Zahlungen mit 20.5 Millionen verfügte die BA im September dieses Jahres. Wie die BA in ihrer Mitteilung schreibt, ist bei Strafverfahren mit internationaler Verflechtung die Kooperation mit den beteiligten Behörden im Ausland unabdingbar. Im vorliegenden Fall bestehe der einzige Bezug der Schweiz darin, dass sich die Vermögenswerte hierzulande befanden. In einer solchen Konstellation fokussiere die BA auf die rechtshilfeweise Zusammenarbeit mit dem ausländischen Staat sowie auf die Sperrung, Einziehung oder Restitution der in der Schweiz vorhandenen Vermögenswerte.

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