Schweiz

Verkauf von Pestiziden sinkt – ausser in der biologischen Landwirtschaft

Der Verkauf des umstrittenen Unkrautvertilgers Glyphosat ist zum sechsten Jahr in Folge rückläufig. (Symbolbild)

Der Verkauf des umstrittenen Unkrautvertilgers Glyphosat ist zum sechsten Jahr in Folge rückläufig. (Symbolbild)

In der Schweiz werden immer weniger Pflanzenschutzmittel verkauft. 2019 waren es noch 1950 Tonnen. Eine Abnahme verzeichnete der Bund auch beim umstrittenen Herbizid Glyphosat. Mehr Mittel verkauft wurden dagegen im biologischen Landbau.

(dpo) 1950 Tonnen Pflanzenschutzmittel wurden letztes Jahr verkauft. Damit ist das Verkaufsvolumen gegenüber 2018 um 100 Tonnen gesunken, wie das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) am Donnerstag mitteilte. Dabei ist vor allem der Absatz von Herbiziden zurückgegangen, namentlich um 120 Tonnen.

Mit 28 Tonnen ist das Verkaufsvolumen von Glyphosat gemäss dem BLW zum sechsten Jahr in Folge gesunken. Über einen Zeitraum von zehn Jahren sei der Absatz des Unkrautvertilgers insgesamt um 63 Prozent geschrumpft. Glyphosat ist höchst umstritten. So hat die Wirtschaftskommission des Ständerats anfangs Januar zwei Standesinitiativen der Kantone Jura und Genf mit der Forderung nach einem Glyphosat-Verkaufsverbot abgelehnt.

Dafür ist das Verkaufsvolumen von Pflanzenschutzmitteln, die in der biologischen Landwirtschaft angewendet werden dürfen, weiter gestiegen. So hat etwa der Verkauf von Paraffinöl, das gegen Insekten eingesetzt wird, gegenüber 2018 um 40 Prozent zugenommen. Das BWL führt dies unter anderem auf eine höhere Anzahl an Biobetrieben zurück. Insgesamt sei der Absatz der Produkte für die biologische Landwirtschaft seit 2008 um 55 Prozent gestiegen.

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