Im Herbst hatte der Bundesrat den Vertrag des Westschweizers verlängert, der in drei Wochen 62 Jahre alt wird und damit sein ordentliches Rücktrittsalter erreicht. Rebord hatte aber über Neujahr während eines Interkontinentalflugs eine Beinvenen-Thrombose erlitten und gilt auch sonst als gesundheitlich angeschlagen. Am Donnerstag will das Verteidigungsdepartement über den Rücktritt informieren.

Als mögliche Nachfolger werden Divisionär Hans-Peter Walser (55), Kommandant der Territorialdivision 2 in Aarau, und Divisionär Claude Meier (54), Chef Armeestab in Ittigen, gehandelt. Interessiert ist auch Korpskommandant Aldo Schellenberg (60). Ihm werden eher Aussenseiterchancen eingeräumt.

Viola Amherd zum Rücktritt ihres Armeechefs

Viola Amherd zum Rücktritt ihres Armeechefs

Bundesrätin Viola Amherd bedauert den Rücktritt ihres Armeechefs.

Rebord sah sich jüngst mit Vorwürfen konfrontiert, als jahrelange Spesenexzesse der Armeespitze publik wurden. Rebord räumte öffentlich Fehler ein und entschuldigte sich. «Strafrechtlich und disziplinarisch kann man uns nichts vorwerfen, aber moralisch schon», sagte er.

Rebord hat über 30 Jahre als Berufsmilitär in der Armee gedient. Er übernahm den Chefposten Anfang 2017. Den Kauf neuer Kampfjets und einer neuen Fliegerabwehr muss er nun seinem Nachfolger überlassen.

Neben Rebord wird ein zweiter Korpskommandant zurücktreten: Daniel Baumgartner, Chef Ausbildung, wird gemäss «Tages-Anzeiger» als neuer Verteidigungsattaché in Washington gehandelt.

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In Bildern: Die Ausrüstung eines Rekruten der Schweizer Armee: