Wegen Omikron
Taskforce fordert Massnahmen: Silvesterpartys sollen abgesagt werden

Die Omikron-Variante, die sich derzeit rasant in der Schweiz ausbreitet, bereitet Experten Sorge. Die Schweizer Corona-Taskforce schlägt deshalb vor, noch vor Silvester strengere Massnahmen zu beschliessen.

Drucken
Urs Karrer, Vizepräsident, National COVID-19 Science Task Force an einem Point de Presse zur Covid 19 Situation anfang Dezember 2021.

Urs Karrer, Vizepräsident, National COVID-19 Science Task Force an einem Point de Presse zur Covid 19 Situation anfang Dezember 2021.

Bild: Anthony Anex / Keystone

Die Omikron-Variante dürfte bereits in mehreren Kantonen dominant sein, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet. So geht Urs Karrer, Vizepräsident der Covid-19-Taskforce des Bundes und Chefarzt Infektiologie am Kantonsspital Winterthur, davon aus, dass Omikron auch im Raum Zürich die Mehrheit der Fälle ausmacht. Zuvor hatte der Sender RSI gemeldet, dass die Mutation im Tessin dominiert. Ähnlich sieht es auch in Genf aus, wo damit gerechnet wird, dass Omikron vor dem Jahreswechsel die Mehrheit der Fälle ausmachen dürfte.

Müssen Silvesterpartys abgesagt werden?

«Wir gehen davon aus, dass Omikron in diesen Tagen zur häufigsten Variante wird», sagt auch Taskforce-Chefin Tanja Stadler zur Zeitung. Besonders im Hinblick auf Silvester zeigt sich die Taskforce besorgt. Sie schlägt vor, Massnahmen zu ergreifen, etwa Schliessungen von Clubs oder Absagen von Silvesterpartys. Der Bundesrat hat diesen Schritt noch nicht eingeleitet. Die nächste ordentliche Sitzung findet am 12. Januar statt. Trotzdem sei man vorbereitet, jederzeit eine Sitzung einzuberufen, wie Bundesratssprecher André Simonazzi zur Zeitung sagt. Zudem waren weitergehende Massnahmen bereits in der Konsultation bei den Kantonen.

Virologe rechnet mit zwei weiteren Corona-Wellen

Der Virologe Christian Drosten glaubt sogar, dass die Omikron-Variante jene sein wird, die uns in die endemische Phase begleiten wird, also irgendwann ein normaler Begleiter der Menschheit sein wird, wie er der «Sonntagszeitung» im Interview sagt. Bis dahin werde es aber «noch einmal hart». Drosten rechnet damit, dass es noch zwei Wellen geben wird: Im Frühling und im Herbst. Dann müsse wohl auch nochmals geboostert werden, bevor die endemische Phase erreicht sein dürfte. In der Zwischenzeit sieht er zudem die Option, dass 1G eingeführt werden könnte, wobei das G für «geboostert» steht. (PilatusToday)

Aktuelle Nachrichten