Natalie Rickli habe eine «zerstörerische Kraft» und «veräussere die Würde der Menschen», schrieb Charles Martig, Direktor des Katholischen Medienzentrums, diese Woche laut Blick in einem Blog-Eintrag auf der Webseite der Organisation.

Die Zürcher SVP-Nationalrätin ist getaufte Katholikin. Das will sie auch bleiben. Von der römisch-katholischen Körperschaft aber hat die Medienpolitikerin jetzt genug. In einem offenen Brief informiert sie den Präsidenten der Bischofskonferenz, Charles Morerod, über ihren Austritt. «Dass Herr Martig im Namen der römisch-katholischen Kirche mein politisches Engagement angreift, erschüttert mich – bin ich doch seit meiner Taufe vor 39 Jahren römisch-katholischer Konfes­sion», schreibt sie. «Jetzt reicht es mir.»

Martig störte sich an Ricklis Doppelrolle: Die 39-Jährige arbeitet für ein Schweizer Medienunternehmen und präsidert im Parlament die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen. In einem Milizparlament sei es normal, dass Parlamentarier einen Beruf ausübten, verteidigt sich Rickli. Im Nationalrat bringe sie ihr Know-how aus der Medienbranche ein. (nch)