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«Weissgeld-Strategie»: Jetzt spricht FDP-Mann Schneider-Ammann

Swissmem-Präsident Schneider-Ammann

Swissmem-Präsident Schneider-Ammann

Die FDP-Parteileitung will die «Weissgeld»-Strategie. Unterstützung bekommt sie dabei von FDP-Nationalrat Johann-Schneider-Ammann. Dieser nimmt erstmals zur Strategie Stellung. Doch damit ist das Thema nicht vom Tisch - im Gegenteil: FDP-Nationalrätin Doris Fiala greift die Parteispitze erneut an!

Vasilije Mustur

Nach einem wochenlangen Streit innerhalb der FDP präsentierte Parteipräsident Fulvio Pelli Anfang Woche überraschend die «Weissgeld-Strategie». Jetzt schaltet sich auch FDP-Nationalrat und Werkplatzführer Johann Schneider-Ammann gegenüber der Onlineausgabe dieser Zeitung in die Diskussion ein und verteidigt die Strategie der Parteispitze. «Die Parteispitze nimmt ihre Verantwortung wahr und hat sich in den letzten Tagen enorm exponiert». In diesem Zusammenhang bestreitet Schneider-Ammann ausserdem, dass die Partei gespalten sei. «Der Graben ist nicht so gross. Doch die Wahrnehmungsstarke Schlagworte haben nicht geholfen, die relative Einheit zu demonstrieren». Im übrigen empfindet es der Nationalrat als Affront die FDP als Partei der Hochfinanz zu bezeichnen. «Richtig ist, dass wir eine Politik für die Wohlfahrt des Landes machen und nicht gegen jemanden».

Fiala attackiert Pelli

Während sich FDP-Nationalrat Johann Schneider-Ammann um Geschlossenheit bemüht, unterminiert die Hochfinanz-Fraktion die Parteilinie weiter. «Es wird eine Delegiertenversammlung geben. Sie können davon ausgehen, dass nicht nur ich, sondern auch viele Mitverbündete dafür kämpfen werden, dass es nicht so weit kommt», stellt FDP-Nationalrätin Doris Fiala im Interview mit «NZZ.ch» klar. Fiala begründet ihren Widerstand damit, dass mit dem Vorpreschen der Partei das Land ohne Not in der Verhandlungsposition geschwächt werde. Zudem stellt Die Zürcherin offen die Umsetzbarkeit der Strategie in Frage: «Was ist mit der Bauwirtschaft? Muss man dann auch immer mit dem Steuerausweis beweisen, dass es sich immer um Weissgeld handelt? Ich weiss gar nicht, was man sich dabei gedacht hat! Vielleicht wollte man einfach einem Teil der Bevölkerung entgegen kommen».

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