Fussballler, Streethockeyaner, Behördenmitglieder, Freunde und Gäste gemeinsam im Abstimmungskampf für die Erweiterung der Sportanlage Moos in Wettswil: Vor der Urnenabstimmung vom 7. März in den drei Unterämtler Gemeinden lud die «Interessengemeinschaft Sport im Moos» zu einer Benefizveranstaltung in den Kasinosaal nach Affoltern ein - aus Platzgründen und weil man will, dass man ausserhalb der beteiligten Gemeinden über das Projekt spricht. Den beteiligten Clubs sind jegliche Spenden willkommen, denn sie steuern 250 000 Franken an Eigenmitteln bei.

230 Gäste kamen am Samstagabend, liessen sich den Unterhaltungsabend je 250 Franken kosten und werden an der Urne garantiert ein Ja einlegen. Darunter Walter Ess, Gemeindepräsident von Stallikon, und Hanspeter Eichenberger, künftiger Gemeindepräsident in Wettswil, die beide mit «ihren» Gemeindescheibern Franz Birri und Reinhold Schneebeli anreisten.

Sie alle bekamen gute Unterhaltungskost vorgesetzt: Am Piano im Foyer griff der legendäre Jazzmusiker Buddha Scheidegger in die Tasten. Im Saal imitierte Francis Doerr den ebenso legendären Elvis. Und die verhinderten Kabarettisten René Rindlisbacher und Sven Furrer transportierten ihre witzige, mit Sticheleien durchsetzte Botschaft per Video in den Saal. Und dort kam auch der Witze einstreuende Moderator Hans Jucker ins Schwitzen, namentlich bei der amerikanischen Versteigerung einer von der Reisebar, Bonstetten, gesponserten Kreuzfahrt im Wert von 4000 Franken. Und zwar zweifach: Erstens, weil er trotz vieler gleichzeitig Bietender die Übersicht behalten musste. Und zweitens, weil der Wecker einfach nicht läuten wollte. Diese Panne liess aber das Sammelergebnis in die Höhe schnellen: Knapp 7000 Franken kamen zusammen.

Letzter wichtiger Schritt am 7. März

Vor zehn Monaten feierte der FC Wettswil-Bonstetten sein 30-jähriges Bestehen. Und jetzt steht eine ungleich grössere Herausforderung an: Die Abstimmung über die Fussballplatzerweiterung in Wettswil, Bonstetten und Stallikon - über eine Vorlage von gesamthaft knapp 7 Mio. Franken. Grund genug, dass der WB-Präsident die Jubiläumskrawatte umbinden muss. Er schilderte den Werdegang des Projekts und dessen Notwendigkeit. Und Gallmann tat dies mit grosser Leidenschaft. Und in Überzeugung, dass die vorhandene Infrastruktur einen Spielbetrieb über längere Zeit für 330 aktive Fussballer nicht mehr aufrechterhalten werden kann. «Die über 90 Kinder auf der Warteliste werden keine Chance erhalten, um ihren Lieblingssport in ihrer Wohngemeinde auszuüben», sagte er. - Grundlage für das Erweiterungsprojekt bilden die Umzonung an der Kirchgasse und das Ja der Wettswiler Gemeindeversammlung zur Umzonung des Gebiets Moos von der Freihalte- und Landwirtschaftszone in die Erholungszone. Dieses Ja lässt hoffen, obgleich an der Urne ein Ja aus drei Gemeinden erforderlich ist. Adrian Gallmann rief denn auch mit Nachdruck dazu auf, um jede Stimme zu kämpfen. Und er verwies auf die vor der Abstimmung geplante Werbung: Standaktionen, eine Broschüre, die in alle Haushaltungen verteilt wird und der Tag der offenen Tür vom 14. Februar. «Von der Sportanlage profitieren nicht nur Fussballclub und Streethockey», sagte er. Und fügte bei: «Wir investieren sehr viel Zeit in die Vorbereitung des Abstimmungskampfs. Nun stehen wir vor den wichtigsten drei Wochen, die wegweisend sind. Mit einer guten Vorbereitung und einer Supereinstellung kämpfen wird bis zur letzten Minute, sprich: um jede Stimme!». Und SHCWB-Präsident Sven Bürki, der einen Nationalliga-A- und B-Club repräsentiert, will im Falle eines Ja neben Junioren A und B noch weitere Juniorenmannschaften bilden.