Dietikon

Zwei Gebäude, ein grosser Platz

Visualisierung mit blick Richtung Dietiker Zentrum Seit gestern Mittwoch wird an den Rapidhöfen von Architekt Adolf Krischanitz (in der Verlängerung der Baumallee) und dem Lindenhof von Hans Kollhoff (Gebäude in der rechten Bildhälfte mit Erkern und abgerundeten Ecken) gebaut. Davor entsteht der Rapid-Platz. (Bild: zvg)

Limmatfeld

Visualisierung mit blick Richtung Dietiker Zentrum Seit gestern Mittwoch wird an den Rapidhöfen von Architekt Adolf Krischanitz (in der Verlängerung der Baumallee) und dem Lindenhof von Hans Kollhoff (Gebäude in der rechten Bildhälfte mit Erkern und abgerundeten Ecken) gebaut. Davor entsteht der Rapid-Platz. (Bild: zvg)

Der neue Stadtteil nimmt allmählich Formen an: 210 neue Mietwohnungen entstehen bis Ende 2011 im Limmatfeld eingangs des Dietiker Industriequartiers. Die Verantwortlichen streben eine Mischung von urbanem Lebensraum und Rückzugsmöglichkeiten an.

Matthias Kessler

Der Ort war mit Sinn für Symbolträchtigkeit gewählt. Wo lange Zeit Erzeugnisse der Firma Rapid - Rasenmäher, Kommunalfahrzeuge, Landmaschinen - der Kundschaft vorgestellt wurden, präsentierte die Firma Halter ihre weiteren Pläne für die Entwicklung des Limmatfelds als neuem Stadtteil von Dietikon (siehe Update): im Showroom mit den grossen Fensterfronten an der Ecke Überland-/Heimstrasse.

Und dort, wo Rapid während vielen Jahren ihre Maschinen produzierte, auf der anderen Seite der Heimstrasse in Richtung Bahngleise, wird unter der Federführung der Firma Halter Entwicklungen seit gestern an der zweiten Etappe im Limmatfeld gebaut: einerseits das Projekt Rapidhöfe von Architekt Adolf Krischanitz mit einem markanten Kopfbau mit Büroflächen, einer 1000 Quadratmeter grossen Migros-Filiale im Erdgeschoss sowie 66 Mietwohnungen im hinteren Bereich. Finanziert wird das Vorhaben mit 54,6 Millionen Franken von «Green Property», einem Immobilienfonds der Credit Suisse, der auf nachhaltiges und ökologisches Bauen spezialisiert ist.

Andererseits wird gleichzeitig auch das Projekt Lindenhof des Architekten Hans Kollhof realisiert; Kollhoff hat sich allerdings, aufgrund von unterschiedlichen Auffassungen bezüglich der Fassadengestaltung, aus dem Vorhaben zurückgezogen. Im Lindenhof entstehen in den oberen Geschossen 144 auf einen grossen Innenhof ausgerichtete Mietwohnungen. Das Erdgeschoss ist für kleinere Ladengeschäfte sowie Dienstleistungs- und Gewerbefläche reserviert.

Fensterreinigung und Ferienservice

Finanziert wird der Lindenhof ebenfalls von einem Immobilienfonds der Credit Suisse, «Living Plus». Das Investitionsvolumen beträgt 66,4 Millionen Franken. Das besondere an «Living Plus», wie Jean-Claude Maissen von der Credit Suisse ausführte, sind zusätzliche Dienstleistungen, von denen die Mieterschaft profitiert: So gehören im Lindenhof unter anderem eine jährliche Fensterreinigung, ein Ferienservice, ein Schuhputz-Automat dazu.

Er freue sich auf die Erstellung der beiden Projekte, meinte Dietikons Stadtpräsident Otto Müller in einer kurzen Ansprache. Mit dem Abbruch der Rapid-Liegenschaften sei allerdings auch «etwas Wehmut» verbunden. Doch die Transformation von der Industriebrache zu einem neuen Stadtteil sei eine grosse Chance für Dietikon: «Wir wissen, dass nun etwas Besonderes entsteht.»

Markus Mettler, Geschäftsführer von Halter Entwicklungen, führte seinerseits aus, dass man bei der Planung des gesamten Gebiets auf das Zusammenspiel von Gross und Klein, von grosszügigen Flächen und Nischen, von Urbanität und Rückzugs- und Erholungsmöglichkeiten geachtet habe. Die beiden nun im Bau befindlichen Projekte stünden stellvertretend dafür.

Erlenhof: Einzug ab November

Während beispielsweise der Innenhof des Lindenhofs Rückzugsraum bietet, entsteht davor der Rapid-Platz, ein grosser Stadtplatz als öffentlicher Treffpunkt und Begegnungsort. Auf der anderen Seite des Platzes soll dann ab Mitte nächsten Jahres der Zedernhof als dritte Etappe realisiert werden, eine Liegenschaft mit Gewerbeflächen und weiteren Wohnungen; bezugsbereit soll sie Ende 2012 sein.

Zunächst wird als erste Etappe der Erlenhof fertig gestellt. In die 85 Miet- und Eigentumswohnungen am Oberwasserkanal der Limmat soll die Bewohnerschaft ab November dieses Jahres einziehen können.

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