Gleich zum zweiten Mal wird am frühen Samstagnachmittag die Freude der Verantwortlichen und der Wintersportler in den Flumserbergen getrübt – und wie beim ersten Mal am Samstagmorgen ist ein Stromunterbruch dafür verantwortlich. 

Einigen Betroffenen reisst langsam, aber sicher der Geduldsfaden, wie Beiträge auf der Facebook-Seite der Flumserberge zeigen. «Hat jemand Tourenskis abzugeben? Kein Saft – kein Spass», schreibt beispielsweise ein Mann. Ein anderer meldet, es werde der Notbetrieb angefahren, damit man die Passagiere aus den Kabinen und Sesselliften bekomme. Und ein Dritter hält fest, er hoffe, man bekomme zumindest einen Teil seines Geldes zurück.

Extrem verärgert zeigt sich ein User auf Twitter: Auf Englisch schreibt er von einem «kompletten Desaster». Man werde nicht informiert, die Verantwortlichen kümmerten sich nicht um die Kunden, sondern wollten nur deren Geld. «Ich werde nie wieder dorthin gehen», schreibt der Twitterer:

Bei der Elektrizitäts- und Wasserversorgung Murg bestätigte man, dass im Skigebiet wieder alles still stehe. Nähere Auskünfte waren aufgrund der laufenden Piketteinsätze vorerst aber nicht erhältlich.

Kurz vor 13.30 Uhr gaben die Verantwortlichen des Skigebietes dann Entwarnung: Auch die zweite Störung sei jetzt behoben, vermeldeten sie auf Twitter. Und sie gingen auf die Forderungen nach Rückerstattungen ein: Die Wintersportler erhalten 50 Prozent des am Samstag bezahlten Ticketpreises zurück:

Meldung von 9.30 Uhr:

Im wahrsten Sinne des Wortes eine dicke Haut brauchten Wintersportler, die am frühen Samstagmorgen in den Flumserbergen unterwegs waren. Aufgrund eines Stromunterbruchs ging bei sämtlichen Liften im Gebiet nichts mehr. Heinrich Michel, CEO der Bergbahnen Flumserberg, bestätigt entsprechende Berichte mehrerer Onlineportale.

Grund für den Stillstand im Wintersportgebiet war laut Michel ein Stromunterbruch des lokalen Elektrizitätswerkes. «Während rund einer halben Stunde gab es am ganzen Berg keinen Strom», sagt Michel gegenüber dem Tagblatt. Sämtliche Lifte standen still, und an den Kassen bildeten sich längere Schlangen, weil keine Karten mehr verkauft werden konnten. Aufgrund der guten Wetteraussichten hatten sich bereits frühmorgens viele Wintersportler in den Flumserbergen eingefunden.

Mithilfe von Dieselmotoren brachten die Betreiber die Lifte dann wieder zum Laufen, «sodass die Leute nicht allzu lange frieren mussten», wie Michel sagt. Er nimmt den Stromunterbruch sportlich: «Solche Dinge passieren halt, damit muss man umgehen können. Und das konnten wir.» Auf die betroffenen Wintersportler warte dafür jetzt ein wunderschöner, sonniger Tag mit perfekten Pistenverhältnissen.

Schneebilder vom Januar: