AboPASS
Griechenland im Jubiläumsjahr - Oktober 2021

Peloponnes & Athen-Verlängerung mit Michael Widmer – 15.10.-22.10./25.10.21

Drucken
Teilen

Preis für Abonnenten CHF 3'850.- statt CHF 3'950.-

© cotravel

Bildschöne Dörfer mit weissen Hausmauern, herzliche Menschen und das ewige weite Blau – Griechenland muss man nicht vorstellen. Und doch ist 2021 besonders: Die heuer 200-jährige Nationalstaatgeschichte entfaltet sich auf dem wild-romantischen Peloponnes, wo Sie Ihr Kulturreiseleiter Michael Widmer an Geschichte, zeitgenössische Themen und die schönen Seiten des Lebens heranführt.

COVID-19

Alle Informationen zum Covid-19-Schutzkonzept finden Sie unter dertouristik.ch/media/aktuelle-informationen.

Reiseprogramm

Tag 1: Zürich – Kalamata
Der Direktflug mit SWISS bringt uns in zweieinhalb Stunden in den Süden des Peloponnes, Halbinsel des mythischen Pelops. Nach Landung am frühen Nachmittag fahren wir in Kalamata ein, zwischen den Gipfeln des Taýgetos-Gebirges und direkt am Golf von Messinia gelegen. Die entspannte Stimmung mit Sicht weit über das blaue Mittelmeer in Richtung Kreta geniessen wir bei einem Spaziergang am Strand, während unser Schweizer Kulturreiseleiter Michael Widmer eine erste Einführung über seine Wahlheimat gibt. Typisch griechische Gastfreundschaft erleben wir zum Abendessen in seiner Lieblingstaverna. Kalós sas bríkame – schön sind wir bei euch!

Tag 2: Kalamata – Kardamyli – Kastania – Driopi – Ano Verga – Kalamata
Als Erstes tauchen wir im Folkloremuseum in Traditionen der vorindustriellen Zeit ein. Danach geht’s, so wie das die Griechen auch machen, zum lauten, bunten, frischen Wochenmarkt. Dort gönnen wir uns einen griechischen Kaffee – dick, sämig, ungesüsst oder mit Zucker…aber ja nicht umrühren! Weiter geht’s in die Region Máni auf dem mittleren Finger des Peloponnes. Berühmt für ihre wilde Schönheit und den ebenso dynamischen Charakter ihrer Menschen. Die ins Grün eingebetteten Dörfer versprühen einen rustikalen, bodenständigen Charme. Immer wieder kommen wir auch auf den berühmten Sohn des südlichen Peloponnes, Theódoros Kolokotrónis, zu sprechen – einem der Anführer im Befreiungskampf gegen die osmanischen Herrscher. Musiklegenden begegnen wir indes im abgelegenen Haus von Bouzouki-Bauer Dimitris: So manches Exemplar des dreisaitigen Instrumentes, mit Wurzeln in der griechischen Antike und türkischem Namen, stellte er für griechische Musikgrössen her. Beim Abendessen in einer Taverna geniessen wir den Blick über den ins Abendlicht getunkten Messinischen Golf.

Olympia

Olympia

© cotravel

Tag 3: Kalamata – Olympia – Pylos – Kalamata
Antike Superlativen und Urlaubsstimmung am Meer erwarten uns. Nordöstlich fahren wir zum Ursprungsort der Olympischen Spiele. Sanft umwachsen von Gräsern treffen wir die steinernen Fundamente des einst weiten, in einen heiligen Hain eingebetteten Areals an. Wo heute verwitterte Säulentrommeln an das Siebte Weltwunder der Antike erinnern, fanden sich überregional Vertreter sämtlicher Schichten zusammen, um oft tödlich endende Wettkämpfe mitzuverfolgen – aber auch, um gemeinsam politische und wirtschaftliche Themen zu klären. Gekonnt zeigt uns Michael Widmer den Kontrast auf zwischen dieser glorifizierten Vergangenheit und der durch Bürgerkrieg, Junta und Wirtschaftskrisen gezeichneten, oft leidvollen Neuzeit. Zurück auf der Küstenstrasse entlang biegen wir ab, um in alten, von Zitronenbäumen umgebenen Wassermühle einen Kaffee zu trinken. Oberhalb von Pylos verstehen wir, warum die Bucht Voidokilia grossen Bekanntheitsstatus geniesst. Nach einem kurzen Spaziergang schliessen wir den Tag mit einem Freiluftabendessen und traumhafter Aussicht über die Bucht ab, wo die berühmte Seeschlacht von Navarino das Ende der osmanischen Besatzung besiegelte.

Tag 4: Kalamata – Mystras – Monemvasia
Wir überqueren das Taýgetos-Gebirge, an dessen nordöstlichsten Rand Mystras liegt: mystische, verlassene Ruinenstadt mit einer bewegten Geschichte aus verschiedenen Kulturepochen. Stark der mittelalterlichen Stimmung verschrieben, erreichen wir über den dritten Finger des Peloponnes das romantische, museumsartige Städtchen Monemvasia, gelegen auf einem monolithischen Felsen. Der berühmte Dichter Yánnis Rítsos beschrieb seinen Geburtsort als «Steinschiff, das die Segel setzt». Wie Mystras war die Festung stark umkämpft durch zahlreiche Eroberungsversuche und drohte schlussendlich in den 70ern ganz zu erlöschen. Seither verhalfen Investitionen und Restaurationen dem Städtchen am Hang zu neuer Blüte. In einem Boutique Hotel voller rustikalem Charme lassen wir die Eindrücke des Tages auf uns wirken.

© cotravel

Tag 5: Monemvasia – Stemnitsa – Dimitsana
Tief ins Herz des Peloponnes führt unser Weg, in die Dörfer des Arkadischen Hochlandes. Das Phänomen der Landflucht wird eindeutig sichtbar – auch wenn in jüngster Zeit eine Rückkehr zu den Wurzeln, dem einfachen Leben und agrotouristischen Projekten zu verzeichnen ist. Im Goldschmiede-Dörfchen Stemnitsa essen wir zu Mittag, bevor wir uns unweit in die Loúsios-Schlucht begeben. Dort finden wir uns plötzlich unterhalb des kleinen, wie ein Schwalbennest an und in die Felswand gebauten Klosters Moní Tímios Pródromos wieder, dessen Balken beim Überschreiten knarren. Beim alten, restaurierten Wasserkraftwerk von Dimitsana erhalten wir nicht nur Einblick ins einstige Leben des Müllers und des Gerbers, sondern erfahren auch, dass hier ab dem 18. bis Anfang 20. Jh. Schiesspulver hergestellt wurde – und diese Produktionsstätte während der Revolution 1821 von grösster Bedeutung war.

Tag 6: Dimitsana – Mykene – Nafplio
Hochkultur der Bronzezeit, Heimat des Agamemnon, Fundstätte der weltberühmten goldenen Totenmaske, Heinrich Schliemanns Geschäftssinn und die entzifferte, mit der minoischen Linear A-verwandte Linear B-Schrift. Das legendäre Mykene zeugt von historischen Funden und mythischen Vermutungen. Auch das heutige Griechenland kommt zur Sprache, sorgte doch ein gefährlich den Ruinen nahe gekommener Brand vor einem Jahr für grosse Aufregung und Kritik an der Regierung. Einen Tropfen fürs Gemüt gönnen wir uns auf dem Weingut Skoúras. Der Besitzer studierte Oenologie in Dijon, bevor er in sein heimatliches – und als Weinbauregion bekanntes – Gebiet Nemea zurückkehrte. Unser Tagesziel ist Nafplio, idyllisch am Argolischen Golf gelegen mit seinen neoklassischen Häuserzeilen, der ehemaligen venezianischen Kaserne neben der alten Moschee und natürlich der Burgfestung Palamídi.

Nafplio

Nafplio

© cotravel

Tag 7: Nafplio – Epidavros – Nafplio
Nicht fehlen während eines Aufenthaltes auf dem Peloponnes darf Epidavros. Mit dem antiken griechischen Theater aus dem 4. Jh.v.Chr. besichtigen wir den eindrücklichsten Bau der gesamten heiligen Stätte, welche dem Heilgott Asklipiós gewidmet war. Auch in der heutigen Zeit füllt sich das Theater mit Leben, wenn hier in der Sommersaison die grossen Werke des Aéschylos, Evripídis und Sophoklís aufgeführt werden. Zurück in Nafplio geniessen wir unsere Freizeit, bis wir uns am späten Nachmittag zum Besuch einer Ouzo-Destillerie wieder treffen. Nebst dem legendären Aperitif werden hier auch Tsípouro und Mastícha gebrannt – wir werden in deren Geheimnisse eingeführt, bevor wir den Abschluss der Reise gebührend mit Apéro und Abendessen feiern.

Tag 8: Nafplio – Athen
Nach einem kurzen Halt unterwegs am Kanal von Korinthos – für einen Blick auf den eindrücklichen, landentzweienden Kanal und einen letzten Kaffee – begeben wir uns an den Athener Flughafen. Unser SWISS-Flug lässt uns am späten Nachmittag in Zürich landen.

Tag 9: Athen
Welche geometrischen Fertigkeiten die Architekten der Antike Iktínos und Kallikrátis anwandten, um die optisch perfekte Symmetrie des Parthenons herzustellen, lässt uns staunen. Wir entdecken am Fusse der Akropolis das gleichnamige Museum, entworfen vom Schweizer Architekten Bernard Tschumi. Hier erfahren wir, warum seit dessen Bau noch entschiedener auf die Rückkehr der Parthenon-Marmorfresken aus dem Britischen Nationalmuseum Londons gewartet wird. Gemeinsam begeben wir uns, ganz wie die Athenerinnen und Athener, zum Kulturzentrum der Stávros Niárchos-Stiftung. Nationalbibliothek und Nationaloper wurden in die 2017 eingeweihte, eindrückliche Infrastruktur verlegt, welche auf dem Areal der alten Pferderennbahn in der Bucht von Faliro erbaut wurde. Am Abend lernen wir die aktive Künstlerszene der Stadt kennen.

Tag 10: Athen – Ägina – Athen
Auch wenn die klassische Sommersaison vorbei ist, im Hafen von Piräus geht die pulsierende, erwartungsvolle Aufbruchstimmung nicht verloren. Die Fähre bringt uns zur nahgelegenen «Pistazien-Insel» Ägina, beliebtes Naherholungsziel der Einheimischen. Hier lassen wir ganz in Urlaubsmanier die Seele baumeln, bewegen uns zwischen Fischmarkt, Mittagessen in einer Taverna am Meer, den versteckten Kapellen der alten byzantinischen Hauptstadt und Baklava-Workshop. Zur Abrundung dieses typischen Insel-Erlebnisses lassen wir, ganz in Rückkehrer-Manier, den Sonnenuntergang während der Heimfahrt nach Piräus auf uns wirken.

Tag 11: Athen – Zürich
Am Ende unserer Verlängerung gönnen wir uns noch einen abschliessenden Rundumblick auf die Hauptstadt Griechenlands. Der Lykavittós ist der Stadtberg Athens – die Mythologie erzählt, Athiná als Schutzgöttin und Namensgeberin habe ihn hier fallengelassen, als Schutzwall vor der Akropolis. Am Nachmittag verabschieden wir uns endgültig von Athen und fliegen ebenfalls mit SWISS zurück nach Zürich.

Programmänderungen vorbehalten.

Epidaurus Theater

Epidaurus Theater

© cotravel

Highlights

• Authentisch: So wie das Reiseprogramm die richtige Betonung der Etappennamen wiedergibt, so echt und zeitgenössisch sind die Eindrücke, welche Ihnen Michael Widmer durch Erzählungen und Begegnungen mit Freunden und Bekannten vermittelt.
• Mystras und Monemvasia: Geschichtlich von ganz Europa umkämpft, heute mittelalterlich mystisch und vor Romantik strahlend – der südliche Peloponnes hat einen ganz eigenen Charme.
• Meilensteine: Olympia, Mykene und Epidavros dürfen genau so wenig fehlen wie in der Verlängerung der Parthenon oder das Kulturzentrum neueren Datums der Stávros Niárchos-Stiftung.
• Entstehung des Bouzouki: Sie besuchen Kýrios Dimítris in einem abgelegenen Dorf und erfahren, für welche Grössen der griechischen Musik er schon Instrumente bauen durfte.
• Ein Tag auf Ägina: Hier, im Naherholungsort der Athener, entdecken Sie deren beliebte Freizeitplätzchen.

Ihr Kulturreiseleiter Michael Widmer

Michael Widmer

Michael Widmer

© cotravel

Als Ethnologe, Religions- und Islamwissenschaftler mit Studien an den Universitäten Freiburg und Bern hat sich der Zürcher Michael Widmer kulturhistorisch und sozialwissenschaftlich speziell mit dem östlichen Mittelmeerraum beschäftigt. Bei einer grösseren Fahrradtour 2006 durch die Region gewann Griechenland ihn für sich. Nach fünf Jahren in Thessaloniki lebt er seit 2012 mit seiner Familie in Kalamata auf dem Peloponnes. Als Begleiter liegen ihm echte Begegnungen seiner Gäste mit der lokalen Bevölkerung am Herzen und er stellt Ihnen Freunde und Familie vor.

Auf einen Blick
• Reisetermin: 15. – 22. / 25. Oktober 2021
• Reisedauer: 8 / 11 Tage
• Mind. 15 Teilnehmer/innen
• Max. 25 Teilnehmer/innen

Pauschalpreis
• für Abonnenten: CHF 3'850.–
• für Nicht-Abonnenten: CHF 3'950.–
• Einzelzimmerzuschlag: CHF 590.–

Preis Verlängerung Athen (Mindestteilnehmerzahl 10 Gäste)
• Doppelzimmer: CHF 1'290.–
• Einzelzimmer: CHF 220.–

Inbegriffen
• Flüge
• alle Transfers
• Hotelunterkunft auf der Basis Doppelzimmer
• Frühstück und eine weitere Mahlzeit pro Tag
• andere Transportmittel (Schiff)
• alle Eintritte und Gebühren
• Trinkgelder für lokale Leistungsträger
• Begleitung durch Michael Widmer
• cotravel Reiseleitung

Nicht inbegriffen
• allfällige Impfungen
• Getränke
•Versicherungen, persönliche Auslagen

Peloponnes

Peloponnes

© cotravel

Allgemeines

Anforderungsprofil
Diese Rundreise hebt sich von normalen Rundreisen ab und richtet sich an ein kulturell interessiertes Publikum jeden Alters, das auch großartige Landschaftsszenarien schätzt. Für die Führungen ist eine gewisse „Standfestigkeit“ von Vorteil, da man täglich ein paar Stunden auf den Beinen ist.

Transport/Unterkunft/Mahlzeiten
Transport/Unterkunft/Mahlzeiten Die Reisegruppe ist in guten, zentral gelegenen 4*-Hotels untergebracht. In den Bergdörfern übernachten Sie teilweise in landestypischen, familiären Unterkünften.
Folgende Flüge sind vorgesehen (Flugänderungen bleiben vorbehalten):
Zürich – Kalamata mit SWISS 2h30
Athen – Zürich mit SWISS 2h45
Die Rundreise und die Transfers legen Sie im komfortablen Reisebus zurück, in den Städten sind Sie häufig auch zu Fuss unterwegs. Neben dem Frühstück ist täglich eine weitere Mahlzeit im Preis eingerechnet.

Detailübersicht

CH Media Polen 2021.pdf

Jetzt buchen
Hier geht es zum Anmeldeformular.

Weitere Informationen: www.cotravel.ch

Beratung und Buchung
cotravel, DER Touristik Suisse AG
Herostrasse 12
8048 Zürich
Telefon 061 308 33 00
cotravel@cotravel.ch

Aktuelle Nachrichten