Rüti
Bei Thommen-Furler stimmt die Chemie

Die Chemie- und Recyclingfirma Thommen-Furler in Rüti feierte die Eröffnung ihrer neuen Einrichtungen mit einem Tag der offenen Tür. Die Berner Regierungsrätin Beatrice Simon war auch dabei

Andreas Toggweiler
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Regierungsrätin Beatrice Simon durchschneidet das Band zum Betriebsrundgang, rechts Thommen-Furler -Chef Franz Christ
39 Bilder
Auf zur Führung
Schutzbrillen waren auf dem Rundgang obilgatorisch - Claudia Witschi, Gemeindepräsidentin von Büren mit Heinz Siegenthaler
Säuretankanlage mit doppelwandigen Gefässen
Zuhörer Heinz Hugi, Gemeindepräsident von Oberwil
Recycling von Röntgenfilmen zur Silberrückgewinnung
Recyclinganlage für Ölfilter
Juniorchef Ramon Christ ist verantwortlich für die Kommunikation
Heinz Siegenthaler, frisch gebackener Berner Nationalrat
Kaffeekränzchen vor dem Festakt
Jährlich werden 12 000 Tonnen Harnstofflösung zur Abgasreduktion von Lastwagen verkauft
Im Chemielabor
Informationstafel für Besucher
Hochregallager für Vertrebsprodukte
Gemeindepräsident Walter Eggli
HIV-Direktor Adrian Haas
Walter Eggli schenkte Christ eine Harke, Gemeindesymbol von Rüti
Jährlich werden 3000 Zisternenwagen abgefertigt
Ein eigenes System für rationelle Fasstransporte wurde entwickelt
Fahrzeugpark
Eröffnung der neuen Produktionsanlagen von Thommen-Furler in Rüti
Drei Gaschromatografen analysieren fast rund um die Uhr chemische Stoffe
Die Rohrverbindungen werden von Firmeneigenen Schweissern gefertigt
Die Firma wurde in allen Facetten vorgestellt
Die Bühne ist bereit
Der Apero von Bäckerei Müller, Solothurn
Der Stuhl für die Regierungsrätin
Christian Röthlisberger, Gemeindepräsident von Arch, mitte, lauscht Christs Ausführungen
Christ gratuliert Siegenthaler, ehemaliger Thommen-Furler- Mitarbeiter, zum Amtsantritt
Chemikalienfässer als Bistrotische
CEO Franz Christ mit Regierungsrätin barbara Simon
Betriebsfeuerwehr
CEO Franz Christ begrüsst die Gäste
Beat Moser, Direktor des Branchenverbandes
Augendusche
Ausstellung zu den betrieblichen Aktivitäten
Alles ist parat
Apero Riche
Acht neue computerisiert Waagen für Lastwagen

Regierungsrätin Beatrice Simon durchschneidet das Band zum Betriebsrundgang, rechts Thommen-Furler -Chef Franz Christ

Andreas Toggweiler

Die Firma mit Hauptsitz in Rüti und weiteren Standorten in La Chaux-de Fonds NE und Ziefen BL ist seit der Übernahme 2006 durch den jetzt in im Bürenamt wohnhaften Mümliswiler Franz Christ markant gewachsen. Sie ist laut eigenen Angaben Schweizer Marktleader bei der Distribution von Basischemikalien, chemischen Spezialitäten und Schmierstoffen sowie bei deren Recycling.

Thommen-Furler hat laut CEO Franz Christ seit 2007 rund 50 Millionen in die Infrastruktur investiert. Christ ist seit 2006 zusammen mit der deutschen CG Chemikalien-Gruppe Eigentümer. Über das Resultat dieser Investitionen wurden am Samstag Vormittag die Behörden und am Nachmittag die Bevölkerung an einem Tag der offenen Tür informiert. Die Berner Finanzdirektorin Beatrice Simon durchschnitt dabei das Band zur offiziellen Eröffnung, der Anlagen, die seit dem Frühjahr in Betrieb sind. Sie zeigte sich in ihrer Ansprache beeindruckt vom Unternehmen.

«Sie sind eine Erfolgsgeschichte», sagte Simon. Das sehe man an der Entwicklung der Beschäftigten. Die Mitarbeiterzahl Betrug 1990 60 Personen und heute 235. Die Firma wurde 1923 gegründet und hat nach eigenen Angaben 9000 Kunden, sowohl in der deutschen, als auch in der französischen Schweiz. Der Umsatz beträgt 130 Millionen Franken.

In früheren Jahrzehnten eilte ihr nicht gerade der beste Ruf voraus. Sie konnte die Besucher davon überzeugen, dass sich das gründlich geändert hat. «Unsere Kunden mit klingenden Namen schauen uns noch viel genauer auf die Finger, als die Behörden», erklärte Christ.

Die Betriebsvorgänge sind auf alle erdenklichen Ebenen zertifiziert, das Personal sei bestens ausgebildet. Auch verfüge man über eine speziell ausgebildete Betriebsfeuerwehr. Rütis Gemeindepräsident Walter Eggli, der zuvor die Grüsse der Gemeinde überbrachte, meinte denn auch gegenüber dieser Zeitung, Thommen-Furler gebe seit Jahren zu keinen Beschwerden Anlass und werde von den Behörden eng begleitet.

Das gilt auch für weitere Ausbaupläne, welche Thommen Furler hegt. Dazu gehört eine neue Verladeanlage für den Umschlag Schiene/Lastwagen. Die Firma verarbeitet schon heute jährlich 3000 Zisternenwagen auf der Schiene und verfügt über einen modernen Lastwagenpark mit 50 Stückgut- und Tankfahrzeugen. Weitere Grussworte überbrachten unter anderem Bürens Gemeindepräsidenten Claudia Witschi, Adrian Haas sowie Direktor des kantonalen Handels- und Industrievereins.