Grenchen

Marie-Louise Werth zeigt ihr Weihnachtsprogramm im Parktheater: «Es ist wie Heimkommen»

Marie Louise Werth und das Grenchner Publikum mögen sich gegenseitig.

Dieses Jahr war die Sängerin und Pianistin Marie-Louise Werth nicht mit der Formation Furbaz unterwegs, mit der sie in den vergangenen fünf Jahren im Parktheater grosse Erfolge feierte. Dieses mal wurde sie von einer 19-köpfigen Big Band unterstützt.

Es ist schon Tradition, dass die Sängerin und Pianistin Marie-Louise Werth ihr Weihnachtsprogramm jeweils im Parktheater Grenchen lanciert. Dieses Jahr war Werth nicht mehr mit der Formation Furbaz unterwegs, mit der sie in den vergangenen fünf Jahren im Parktheater grosse Erfolge feierte. Die Musikerin mit der grossen Stimme und dem druckvollen Klavierspiel wagte diesmal etwas neues, indem sie in Grenchen mit einer 19-köpfigen Big Band vor das Publikum trat. Diese Formation hatte es in der Tat in sich, waren es doch faktisch drei Ensembles, die je nach Arrangement ein anderes, in sich stimmiges Klangbild zu erzeugen vermochten: als Jazz-Quartett, als klassische Brass Band im angelsächsischen Stil und als groovende Jazz-Big-Band für swingende Nummern.

Brillante Musikalität

Unter der kundigen Stabführung des Dirigenten und Arrangeurs Corsin Tuor vermochte das Ensemble in jeglicher Hinsicht zu begeistern: Tuors stilsichere und dennoch oft überraschende Arrangements, die technische Kunstfertigkeit der Bläser, ihre Spielfreude, die sich nicht zuletzt in spektakulären Soli zeigte - all dies verschmolz bei der Premiere des Weihnachtsprogramms zu einem Guss, der das Publikum in Grenchen begeisterte.

Dazu natürlich die quirlige, energiegeladene Sängerin. Wegen ihr waren sicher nicht wenige der mehrheitlich ergrauten Häupter ins Parktheater geströmt: Werth ist eine Vollblut-Musikerin, welche das Publikum mitreissen kann. Ihre tragende und wandlungsfähige Stimme, mal sanft, mal, rockig, mal bluesig, und ihre routinierte Präsenz am Flügel vermochten mühelos mit der Big Band mitzuhalten.

Der Funke zwischen dem Grenchner Publikum und Marie Louise Werth, er sprang auch diesmal schon vor der Pause und auch ohne Furbaz. Die Sympathie ist gegenseitig. «Ich freue mich, dass ich mit dem Programm wieder hier in Grenchen starten kann. Hier fühle ich mich sicher und getragen. Es ist wie Heimkommen», wand Werth auch dem Publikum ein Kränzchen.

Einstimmung auf Weihnachten

Es war ein Wohlfühl-Abend im musikalischen und stimmungsmässigen Sinn. Denn Werth hat schon recht: «Was wäre Weihnachten ohne grosse Gefühle und ohne die Musik.» Bekannte Weihnachtslieder zum Mitsingen, virtuose Brass-Arrangements und Swingende Big-Band-Atmosphäre mit Klassikern wie Irving Berlins «White Christmas» sorgten für die perfekte Einstimmung in die Heilige Zeit.

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