Grenchen
Programm deckt die ganze Palette ab — Parktheater beginnt Saison mit einem Thriller

Am Montag beginnt die Saison im Parktheater mit einem packenden Thriller à la Hitchcock.

André Weyermann
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Am Montag startet die Saison im Parktheater. (Archivbild)

Am Montag startet die Saison im Parktheater. (Archivbild)

Keystone

Mit dem Thriller «Ein Deal nach Hitchcock» startet heute Montagabend das Parktheater in die neue Saison. Eine Premiere voller Spannung erwartet die Zuschauenden. In der Praxis des Psychoanalytikers Salomon sitzt ein Mann, der behauptet, einen Deal mit ihm abgeschlossen zu haben, für den ein von Alfred Hitchcock verfilmter Highsmith-Krimi die Vorlage liefert. Darin geht es um nicht weniger als den perfekten Mord: Zwei Männer, die einander zuvor nicht kannten, «tauschen» ihre Morde, indem jeder die Frau des anderen umbringt. Da es zwischen Täter und Opfer keinerlei Verbindung und damit auch kein Motiv gibt, tappt die Polizei völlig im Dunkeln. Den Film kennt Salomon wohl, und auch an den Patienten, der vor 66 Tagen zum ersten Mal bei ihm aufgetaucht ist und sich danach nie mehr blicken liess, erinnert er sich. Doch den Tod seiner Frau Adelina vor einem Monat hielt er bisher für einen Unglücksfall. Der Psychothriller konfrontiert zwei ebenso starke wie undurchschaubare Charaktere, und bis zum überraschenden Schluss fragt sich der Zuschauer, wem von beiden er Glauben schenken soll. Ein starkes Zweipersonenstück, das Regiegenie Alfred Hitchcock die Referenz erweist.

Für jeden Geschmack ist etwas dabei

Den Verantwortlichen des or­ganisierenden Vereines «cosmosK», Sandra Sieber und Corinne Maier, ist es wiederum gelungen, ein Programm zu­sam­menzustellen, welches die ganze Palette des Theaterschaffens abdeckt. Lustspiele, Klassiker, Kabarett, musikalische Vorführungen, gar das junge Theater kommen dabei zum Zug. Erfreulicherweise findet man im Spielplan diverse Schweizer Produktionen.

Die Programmverantwortlichen Sandra Sieber (links) und Corinne Maier im Parkett des Parktheaters.

Die Programmverantwortlichen Sandra Sieber (links) und Corinne Maier im Parkett des Parktheaters.

André Weyermann

Die letzte Saison musste bekanntlich abgebrochen werden. Wie Corinne Maier und Sandra Sieber betonen, behalten bereits gekaufte Tickets ihre Gültigkeit. Telefonisch oder an der Abendkasse können diese umgetauscht werden. Und selbstverständlich ist auch ein Schutzkonzept erarbeitet worden, welches mit den zuständigen Stellen abgesprochen wurde. Insbesondere die Abstandsregeln und die Hygienemassnahmen werden strikt eingehalten.

Aus dem ganzen Reigen an sehenswerten Produktionen seien hier einige speziell hervor­­ge­hoben. Das Theater für den Kanton Zürich bringt Dürrenmatts unvergleichlichen Klassiker «Der Besuch der alten Dame» zur Aufführung (7. Januar). Mit «Fräulein Julie» gelangt ein weiteres Drama auf die Bühne. Am 9. Februar ist dieses Meisterwerk des bekannten schwedischen Autors August Strindberg zu bestaunen. Gardi Hutter wird mit ihrem Clowntheater zu Gast sein (19. März) und die beiden Ko­mödianten aus Olten, «Strohmann und Kauz», ebenfalls. Das begeisternde Rentnerduo präsentiert zum allerletzten Mal seine «Milchbüechlirächnig» (7. Mai). Letzte Gelegenheit also, den griesgrämigen Heinz und den frohgemuten Ruedi in ihrem Universum aus tiefgründigem Witz, schlagfertigen Wortgefechten und kritischem Zeitgeist zu erleben.

Musikalisch darf man sich auf die Operettengala der Bühne Burgäschi freuen (19. Dezember), auf eine halbdokumentarische Hommage an «die Callas» (4. Dezember), das Aufeinandertreffen von Edith Piaf und Marlene Dietrich («Spatz und Engel», 13. März), auf das Gastspiel des Theater Orchesters Biel-Solothurn («All You Can Be», 27. März) oder auf die Italo-Pop-Show «I dolci Signori» (9. April). Im Angebot ste­- hen zudem Musikrevuen wie «Himmlische Zeiten» (23. Oktober) oder «Die Ex-Freundinnen» (20. November). Besonders gespannt darf man auf die Vertreter «des jungen Theaters» sein. Am 26. Februar werden «Big Dreams» serviert, ein Mix aus Klassik, Musical und Pop, welches vom Grenchner Tom Muster inszeniert wird. Schliesslich dürfen sich Theaterliebhaber und solche, die es noch werden wollen, auf Schauspiele wie die «Die Geyerwally» (13. November) und «Kalenderboys» (23. April) freuen.

Was mit einem Thriller am Montagabend beginnt, wird mit einer eher humoristischen Ausgabe des Genres am 29. Mai nächs­ten Jahres enden. Dann heisst es nämlich Vorhang auf für «Pater Brown», der den «Tod des Schneewittchens» untersuchen wird.

Programmdetails und Ticketing auf www.parkthetater.ch.

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