Grenchen

Verein Kinderheim Bachtelen wählt neuen Präsidenten – Felix Heiri folgt auf Andreas Kummer

Der neue Vereinspräsident Felix Heiri flankiert vom abtretenden Andreas Kummer (links)  und Gesamtleiter Karl Diethelm.

Der neue Vereinspräsident Felix Heiri flankiert vom abtretenden Andreas Kummer (links) und Gesamtleiter Karl Diethelm.

Verein Kinderheim Bachtelen wählt neuen Präsidenten und gibt Kooperation mit Solothurner Kinderheimen bekannt.

Das Sonderpädagogische Zentrum Bachtelen SZB ist die grösste derartige Institution im Kanton Solothurn. Im vergangenen Jahr wurden durch die verschiedenen Angebote 666 Kinder und Jugendliche betreut, ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr (672). Zum Angebot gehören ein Heilpädagogischer Dienst, das SZB mit Internat, Tagesschulen und weitere Angebote. Nach ersten positiven Erfahrungen einer losen Zusammenarbeit stösst nun auf Anfang nächsten Jahres auch die Stiftung Solothurner Kinderheime SKSO als teilautonome Institution dazu (vgl. Kasten rechts).

Nachfolge sorgt für Kontinuität

An der Generalversammlung des SZB, welche unter «Einhaltung der Coronaregeln» im Girardsaal durchgeführt werden konnte, wurden zu diesem Zweck auch die Statuten des Vereins angepasst. So heisst dieser neu «Verein Bachtelen Kinderheime und Sonderschulen». Die Zahl der Vorstandsmitglieder wird von bisher mindestens 9 auf mindestens 5 reduziert.

Eine bedeutende Zäsur ist die Wahl eines neuen Präsidenten. Nach elf Jahren an der Spitze des traditionsreichen Bachtelenvereins trat Andreas Kummer zurück. Die Nachfolge deutet auf Kontinuität hin: Mit dem Grenchner Felix Heiri (53) wurde eine Person gewählt, die bereits seit acht Jahren im leitenden Ausschuss des Vorstandes tätig ist.

Mehr als nur einen Wechsel

Auch im Vizepräsidium kam es zu einem Wechsel. Susanne Christ war 20 Jahre lang im Leitenden Ausschuss tätig und gab das Amt an Roger Rossier weiter. Vier Personen wurden neu in den Vorstand gewählt: Gabriela Mathys (Bettlach), Stefanie Ingold (Solothurn) sowie Silvia Müller und Ueli Bigler als neue Vertreter der Stiftung SKSO.

Nach den Erläuterungen von Finanzchef Marcel Probst wurde die Betriebsrechnung mit einem Überschuss von 720'000 Fr. genehmigt, dies bei einem Ertrag von 27,6 Mio. Franken.

In seinen Erläuterungen zum Jahresbericht kam Gesamtleiter Karl Diethelm auf die Neuordnung des Sonderschulwesens im Kanton zu sprechen, das als wichtigste Neuerung die Einführung von Schülerpauschalen beinhaltet. Je nach Betreuungsaufwand seien drei Bedarfsstufen vorgesehen. Das Modell soll per 2023 eingeführt werden. Diethelm erwähnte ferner die administrative Zusammenführung des «Lehrlingsfoyers Ermitage» mit dem «Foyer Jeunes Femmes» zum «Foyer Jeunesse» unter der neuen gemeinsamen Leitung von Christa Zemdekun.

«Coronasituation bisher gut bewältigt»

Schliesslich berichtete der Bachtelen-Leiter über die Bewältigung der «Coronazeit», die dank eines bestehenden Notfallkonzeptes (inkl. Notfallteam) gut gelungen sei. Trotz mehreren erfolgten Abklärungen sei das Bachtelen bisher sowohl bei den Kindern als auch beim Betreuungspersonal von Covid-Fällen verschont geblieben.

Bedauerlicherweise kann aber dieses Jahr die beliebte Schulschlussfeier mit Fest für Kinder, Eltern und Lehrkräfte nicht stattfinden.

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