Synodesession
Als Kirche den Wandel gestalten

Der Christkatholische Synodalverband des Kantons tagte in Solothurn.

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Christkatholische Synode (vorne v.l.): Clemens Ackermann (Präsident), Werner Good, Brigitta Köhl-Häfeli, Bischof Harald Rein. Hinten v.l.: Pfarrer Klaus Wloemer, Dieter Altenburger (Abteilung Kirchenwesen), Ruedi Köhli (Präsident der Siko).

Christkatholische Synode (vorne v.l.): Clemens Ackermann (Präsident), Werner Good, Brigitta Köhl-Häfeli, Bischof Harald Rein. Hinten v.l.: Pfarrer Klaus Wloemer, Dieter Altenburger (Abteilung Kirchenwesen), Ruedi Köhli (Präsident der Siko).

zvg

Der Titel des Hirtenbriefes von Bischof Harald Rein – Der Zukunft entgegen. Den Wandel gestalten – diente auch den Teilnehmenden an der 77. Synodesession des christkatholischen Synodalverbands des Kantons Solothurn als Diskussionsgrundlage für einen Workshop. Bischof Harald Rein stellte zu Beginn die Frage nach Sinn und Zweck einer Kirche oder einer Kirchgemeinde.

Dies in einer Zeit zunehmender Säkularisation und nicht-christlicher Religionsangehöriger, so dass oft nicht mehr verstanden werde, um was es bei kirchlichen Feiern geht. Diese Herausforderungen – inhaltlich spirituell und organisatorisch administrativ – gelte es anzunehmen und optimistisch das Beste daraus zu machen.

In den Diskussionen wurde klar: Es sollten Gottesdienste gemeinsam gefeiert, Synergien genutzt und Verwaltung und Administration nach Möglichkeit zusammengeführt werden, damit mehr Raum bleibe für Spiritualität und Gemeinschaft. Es gelte, zueinander Sorge zu tragen, die partnerschaftliche Zusammenarbeit zu fördern, Kräfte gezielt einzusetzen, für die Kirche einzustehen und als Kirche Präsenz zu zeigen, so gehe es der Zukunft entgegen und so könne der Wandel gestaltet werden.

Alle Ratssitze besetzt

Im christkatholischen Kirchgemeindehaus in Solothurn hatte zuvor schon die Synodesession stattgefunden. Präsident Clemens Ackermann begrüsste die Synodalen sowie die Gäste Bischof Harald Rein; Ruedi Köhli, Präsident der Solothurnischem interkonfessionellem Konferenz (Siko); Dieter Altenburger, Leiter Abteilung Kirchenwesen und Stadtpräsident Kurt Fluri. In seinem Jahresbericht zeigte sich der Präsident erfreut, dass es wieder gelungen war, Menschen für die Übernahme einer Aufgabe zu gewinnen und somit alle Kirchgemeinderäte zu besetzen.

Enso über die fruchtbare Zusammenarbeit mit den Schwesterkirchen. Rechnung, Nachtragskredite, Revisorenbericht, das Budget mit einem vertretbaren Defizit und der Subventionsschlüssel wurden it Dank an Verwalter Werner Good gen ehmigt.
Palliative Care ist auch im Kanton ein grosses Anliegen. Klaus Wloemer stellte ein entsprechendes Arbeitspapier der interkonfessionellen Arbeitsgruppe vor und bat die Kirchgemeinden um ihre Stellungnahme.

Langjährige Aktive verabschiedet

Nach langjährigem Engagement ist Brigitta Köhl zurückgetreten. Sie wurde 1974 als Ausschussmitglied gewählt, amtete auch als Vizepräsidentin und ist Gründungsmitglied der Siko, dieser heute sehr wichtig gewordenen kantonalen ökumenischen Institution. Sie setzte sich stets engagiert ein für die Belange der Kirche. Die ökumenische Zusammenarbeit war ihr ein grosses Anliegen. Die Versammlung verdankte ihren Einsatz mit Applaus.

Auch Werner Good hat sein Amt als Verwalter aufgegeben, das er seit dem Jahr 2000 geführt und immer wieder die komplizierten Subventionsschlüssel erarbeitet hat. Als Nachfolger wurde Andreas Faessli, Brittnau, gewählt.

Der neugewählte Ausschuss setzt sich zusammen aus Clemens Ackermann, Olten, Präsident; Dieter Berthoud, Grenchen; Erika Schranz, Däniken; Kurt Stutz, Hägendorf und Pfarrer Klaus Wloemer, Solothurn. Die nächsten Synode wird am 23. März 2019 in Laufen stattfinden. (bk)

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