Energiepolitik
«Wie hoch sind die Kosten des Nichtstuns?» – AVES Solothurn empfiehlt «Ja, aber» zum CO2-Gesetz

Die Aktion für vernünftige Energiepolitik Schweiz (AVES) Kanton Solothurn empfiehlt für die Abstimmung vom 13. Juni 2021 über das CO2-Gesetz ein «Ja, aber».

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Am 13.Juni wird unter anderem über das CO2-Gesetz abgestimmt.

Am 13.Juni wird unter anderem über das CO2-Gesetz abgestimmt.

Christian Beutler / KEYSTONE

Zur Empfehlung «Ja, aber» habe sich der Vorstand der AVES Kanton Solothurn «nach einer konstruktiven Diskussion» entschlossen. Das CO2-Gesetz werde in der Gesamtbetrachtung gesehen unterstützt. «Es darf jedoch nur als erster Schritt gesehen werden», schreibt AVES in einer Mitteilung.

Das vorliegende Gesetz verteure zweifellos die Mobilität und das Heizen mit fossilen Treib- und Brennstoffen der in der Schweiz lebenden Personen, führe zu mehr Bürokratie und steigere auf den ersten Blick die Lebenshaltungskosten.

«Die Frage ist jedoch, wie hoch die Kosten des Nichtstuns sind», gibt der Vorstand zu bedenken. «Die AVES Kanton Solothurn ist der Überzeugung, dass in der Summe gesehen dieses Gesetz Nutzen stiftet und die Innovationskraft der Schweiz stärkt. Es sensibilisiert, führt hoffentlich zu einem nützlichen Umdenken und bewirkt mit zielgerichteten und am Markt orientierten Massnahmen ein Absenken der Schweizer CO2-Emissionen im Rahmen der unterzeichneten Abkommens von Paris.»

Mit dem Wertesystem der AVES betrachtet könne man sagen, dass das Gesetz die Ökologie des Energieverbrauchs verbessern und die Auslandabhängigkeit verringern werde. Wirtschaftlich gesehen würden fossile Energieträger belastet und erneuerbare Energie und Elektrizität gefördert, «wobei unter dem Strich ein Wertschöpfungsgewinn in der Schweiz verbleiben wird». Dies unter der Voraussetzung, dass die Stromproduktion im Inland gehalten bzw. ausgebaut werde.

Überproduktion im Sommer nutzbar machen

Eine reine Elektrifizierung der Schweiz werde nicht funktionieren, ohne eine klare energiewirtschaftliche Vorstellung, wie der Strom im Winter produziert werden soll oder ohne die Umweltbelastung des importierten Stroms zu bewerten.

Insbesondere müsse laut AVES im Interesse der Versorgungssicherheit sichergestellt werden, «dass die saisonalen Speicherkapazitäten ausgebaut werden können, um die solare Überproduktion vom Sommer im Winter nutzbar zu machen». Dabei soll das bestehende Gasnetz als Speicher miteinbezogen werden. Weiter müsses die Nutzung der Kernenergie der neuesten Generation wieder eine Option sein. (szr)

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