Jahresbericht 2020
Weniger Neurenten und mehr Eingliederungen in die Arbeitswelt: Die IV Kanton Solothurn über das Jahr 2020

Die Invalidenversicherung des Kantons Solothurn vermeldet für das Jahr 2020 Rückgänge in den Bereichen Früherfassungen von künftigen IV-Bezügern, Neurenten und Rentenrevisionen. Dafür seien im vergangenen Jahr mehr Menschen wieder in die Arbeitswelt eingegliedert worden.

Andri Morrissey
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Der Standort der Invalidenversicherung des Kantons Solothurn.

Der Standort der Invalidenversicherung des Kantons Solothurn.

Thomas Ulrich

Die Invalidenversicherung des Kantons Solothurn hat seinen Bericht mit Fakten und Zahlen zum vergangenen Geschäftsjahr veröffentlicht. Im Jahr 2020 hat die IV-Stelle 766 Menschen wieder in die Arbeitswelt eingegliedert, heisst es.

Weiter gingen im vergangenen Jahr 53 Meldungen bezüglich Versicherungsmissbrauch ein. Davon hat sich in zwanzig Fällen der Verdacht nicht erhärtet. Vier Strafanzeigen wurden eingereicht. In drei Fällen wurde eine Reduktion der Zahlungen beschlossen, in sieben Fällen eine Aufhebung der Leistungen und in 13 Fällen eine Verweigerung der Leistungen. 2019 gingen laut der IV-Stelle 77 solche Meldungen ein, wovon zwei zu einer Anzeige führten.

IV-Beziehende können Beschwerde erheben, wenn sie mit einem IV-Entscheid nicht einverstanden sind. 2020 kam es zu 651 solchen Einwänden, das sind drei weniger als im Jahr davor. Davon wurden 120 am kantonalen Versicherungsgericht behandelt. 13 Beschwerden wurden an das Bundesgericht weitergezogen.

Nur wenige Beschwerden gegen die IV-Stelle werden gutgeheissen

In den vom Versicherungsgericht behandelten Fällen obsiegte die IV-Stelle in 77 Fällen. In 13 Fällen obsiegte sie teilweise, und in 14 Fällen wurden die Verfahren zur erneuten Abklärung an die IV-Stelle zurückgewiesen. In den 42 vom Bundesgericht beurteilten Fällen obsiegte die IV-Stelle in 36 Fällen.

Insgesamt wurden 380 IV-Fälle von einem Arbeitgeber, Arzt oder einer Versicherung erfasst. Die Anzahl zugesprochener IV-Rentenrevisionen ging um 23 Fälle von 701 auf 678 Fälle zurück. Im vergangenen Jahr wurden 749 Neurenten zugesprochen – 782 waren es im Jahr 2019. Dabei handelte es sich in den meisten Fällen um eine volle Rente bei 512 Neurenten. Am seltensten wurden Dreiviertel-Renten abgeschlossen, dies in 50 Fällen.

IV-Bezügerinnen und Bezüger, die regelmässig Hilfe brauchen und gleichzeitig zu Hause leben, erhalten sogenannte Assistenzbeiträge. 2020 wurden in über 254 Fällen Assistenzbeiträge verfügt, 177 Personen bezogen diese.

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