Hellchöpfli
Kanton Solothurn sucht nach Hellchöpfli-Entscheid weiter

Die Ortsbürgergemeinde Lauperdorf hat dem Wegrecht für das geplante Asylzentrum «Hellchöpfli» auf Berner Kantonsgebiet eine Absage erteilt. Regierungsräte der Kantone Bern und Solothurn geben sich enttäuscht.

Drucken
Teilen
Die Armeeanlage befindet sich auf dem Hellchöpfli in 1200 Meter Höhe. Weil die Zugangsstrasse von der Bürgergemeinde nicht freigegeben wird, können aber die Asylsuchenden dort aber nicht untergebracht werden.

Die Armeeanlage befindet sich auf dem Hellchöpfli in 1200 Meter Höhe. Weil die Zugangsstrasse von der Bürgergemeinde nicht freigegeben wird, können aber die Asylsuchenden dort aber nicht untergebracht werden.

Peter Brotschi

Die kleine Ortsbürgergemeinde von Laupersdorfs hatte am Montagabend mit 79 zu 39 Stimmen beschlossen, die Strasse nicht freizugeben, die zum abseits gelegenen «Hellchöpfli» führt (wir berichteten).

Kanton Bern enttäuscht

Die Ablehnung bedeute für den Kanton Bern, dass dieser hunderte von Arbeitsstunden für nichts geleistet habe, sagte der zuständige bernische Regierungsrat Hans-Jürg Käser (FDP) im Regionaljournal von Schweizer Radio SRF.

Die Vorbereitung für die absolut als Asylunterkunft geeignete Anlage seien detailliert gewesen. Käser zeigte sich enttäuscht, dass die Laupersdorfer nach dem «St. Florians-Prinzip» gehandelt hätten.

Der Kanton Bern betreibe 25 Durchgangszentren für Asylbewerber. Nach seinem Wissen sei dies die grösste Zahl in diesem Land. Man habe mit allen Gemeinden in gutem Kontakt Lösungen gefunden. Er erwarte, dass dies auch in anderen Kantonen funktioniere.

Kanton Solothurn sucht weiter

Der Kanton Solothurn müsse nun weitere Unterkünfte suchen, sagte der zuständige Solothurner Regierungsrat Peter Gomm (SP) dem Regionaljournal von Schweizer Radio SRF. Militärische Unterkünfte fielen wohl ausser Rang und Traktanden.

Man sehe nicht nur im Kanton Solothurn, dass Militärunterkünfte im aktuellen Rechtszustand sehr schwierig zu nutzen seien. Dies sei auch ein Fingerzeig nach Bern, damit die Grundlagenarbeit gemacht werde, um Militäranlagen als Asylunterkünfte nutzen zu können.

Der Kanton Solothurn brauche zwei zusätzliche Zentren mit bis zu 80 Plätzen. Man habe sogar inseriert für diese Plätze und viele Rückmeldungen erhalten. Diese würden nun evaluiert.

Aktuelle Nachrichten