Hooligan-Konkordat
Kanton Solothurn wird nicht zur Insel für Radaubrüder

Wie erwartet, sprach sich eine überwältigende Mehrheit für den Beitritt zum verschärften Hooligan-Konkordat aus. Alles andere hätte überrascht, denn wenns etwas gibt, was Solothurnerinnen und Solothurner nicht mögen, dann sind es Unfriede und Unruhe.

Urs Mathys
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Solche Bilder bewirkten viele Ja-Stimmen: Hooligans mit Feuerwerk im Aarauer Fussballstadion Brügglifeld

Solche Bilder bewirkten viele Ja-Stimmen: Hooligans mit Feuerwerk im Aarauer Fussballstadion Brügglifeld

Alexander Wagner

Das Resultat macht klar, dass die Referendumsführer nicht über den engen Kreis der Sportfans hinaus zu wirken vermochten und unter sich blieben.

Aus liberaler Sicht schmerzt jede Einschränkung persönlicher Freiheiten. Doch es ist wie immer: Wo Freiheiten missbraucht werden, schlägt am Ende der Gesetzgeber zu. Dass sich hierfür eine Mehrheit fand, haben sich nicht zuletzt die (grossen) Sportvereine zuzuschreiben, die offensichtlich nicht bereit sind, entschieden gegen Krawallbrüder in ihren Reihen vorzugehen.

Solange sich die Aktivitäten etwa des FC Basel in schönen Inseraten in der Sonntagspresse erschöpfen, vermag allerdings auch ein verschärftes Konkordat das Problem nicht wirklich zu lösen. Denn Verstand, Anstand und Achtung des Gegenübers lassen sich nun einmal nicht staatlich verordnen.

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