Fasnacht

Mit dem Nebel kommt die Narrenzeit

Der 11.11. ist der traditionelle Fasnachts-Start. Auch dieses Jahr wurde der Auftakt wieder gebührend gefeiert – und mit ihm kam der Nebel.

Punkt 17 Uhr erfolgte in Egerkingen der erste Böllerschuss und rief die Fasnachtsgemeinde unter der Führung des «Naarerot Negerchinge» zum gemeinsamen Umtrunk am 11.11. zur alten Mühle. Zwei Stunden später war die letztjährige Chräiemuetter Brige I. verabschiedet. Mit ihren Hippies feierten die Fasnächtler den Einzug der neuen Chräiemuetter aus Mexico, Jackie I. Umrahmt wurde der Anlass von der einheimischen Gugge Chraienschränzer und den Ohregröble Härchenge. Die Fasnacht ist somit in Egerkingen eröffnet.

Auch in Balsthal begann gestern Vormittag die fünfte Jahreszeit. Pünktlich zum herbstlichen Hochnebel, bevor der Winter einkehrt, erfolgte die Plakettentaufe. Auch im Thal widmen sich die Fasnächtler dieses Jahr einem exotischen Thema: «ab i Dschungu» ist ihr Motto.

Bereits am Wochenende feierten die Fasnächtler aus Neuendorf den Auftakt. In einem festlichen Akt enthüllte der Fasnachtsrat Neuendorf das Motto: «Mer si wild im Weste». Noch im Vorjahr zelebrierten sie «The Show must go on». Und das Fest geht weiter, nachdem sich der Fasnachtsrat neu zusammensetzte. Neu an Bord ist auch Andy Lötscher. Für ihn und den Neuendörfer Fasnachtsrat gibt es bloss einen Wermutstropfen: «Wir haben auch dieses Jahr keinen Obernarren gefunden.» Passend zum Wildwest-Motto unternehmen die Organisatoren einen letzten Versuch, mit einem «Wanted»- Flyer doch noch jemanden zu finden. Seit rund zehn Jahren gelang es in Neuendorf nicht mehr, einen Obernarren zu rekrutieren. «Der Aufwand ist gar nicht so gross», sagt Lötscher.

Wie alle Jahre zählt Neuendorf – sollte es ohne Obernarren dastehen – auf die Unterstützung Wolfwils. Auch die Wolfwiler feierten am Wochenende den Fasnachtsauftakt. Und auch in Wolfwil verjüngte sich die Fasnachtsgesellschaft stark. Die neue Obernärrin heisst Nives I. Rekrutiert wurde sie vom bisherigen Präsidenten Willi Kissling, der in diesem Jahr an seinen Sohn Raphael übergab. In diesem Jahr erhalten die Narren viel Freiraum. Das Motto: «Mach was wotsch.»

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