Per 1.Januar übernimmt Janine Sommer, Rechtsanwältin aus Aarau, das Präsidium des Stiftungsrates Frauenhaus Aargau-Solothurn. Sie übernimmt das Amt von den beiden abtretenden Monika Küng und Susan von Sury, die die Stiftung im Co-Präsidium leiteten. Zurücktreten werden auch Beatrice Bürgi, Claudia Burkard und Isabelle Derungs, weitere Mitglieder des Stiftungsrates. Der Stiftungsrat verliert damit auf einen Schlag fünf der sieben Mitglieder. Dies teilte die Stiftung am Montag mit.

Für Ersatz ist aber gesorgt. Renate Bruhin, Delegierte des Aargauischen Katholischen Frauenbundes, David Schildhorn und Herbert Strebel wurden in den Stiftungsrat gewählt. In diesem sind damit erstmals auch Männer vertreten. Pendent ist noch die Delegation der Reformierten Kirche des Kantons Aargau.

Zusammen mit den bisherigen Stiftungsrätinnen Claudia Chapuis, Delegierte der Katholischen Landeskirche, und Gertrud Geiser führen sie die Stiftung weiter. Zur Stiftung Frauenhaus Aargau-Solothurn gehört neben dem Betrieb Frauenhaus auch die Sozialpädagogische Wohngruppe Chleematt in Kölliken.

Unter der Leitung von Monika Küng und Susan von Sury wurde die professionelle Geschäftsführung für die Stiftung und ihre Betriebe eingeführt. Seit April 2018 ist Carmen Sidler Geschäftsführerin der Stiftung.

Eindrücke aus dem Frauenhaus Aargau-Solothurn:

Frauenhaus – noch immer eine Notwendigkeit

Die Notwendigkeit des Frauenhauses sei nach wie vor Realität, wird in der Mitteilung der Stiftung betont: «Hier erfahren die gewaltbetroffenen Frauen – oft mit Kindern – Schutz und Unterstützung.» Damit die Nachfrage auch bei jugendlichen, gewaltbetroffenen Frauen gedeckt werden kann, sei vor zwei Jahren ein weiteres Haus gekauft worden. Es seien aber in allen drei Häusern baulichen Anpassungen nötig, um die Sicherheitsvorschriften zu erfüllen. Dafür seien auch grosse finanzielle Ressourcen notwendig. «Neben den Beiträgen aus den Leistungsvereinbarungen mit den Kantonen Aargau und Solothurn ist die Stiftung auf Spenden und Unterstützung der Landeskirchen, Pfarreien, Gemeinden, privaten Spendern und Gönner angewiesen», heisst es in der Mitteilung. (mgt)