Regierungsratswahlen
Solothurn strebt Richtung Frauenmehrheit

Die drei bisherigen Regierungsräte Remo Ankli, Brigit Wyss und Susanne Schaffner sind gewählt. Der Rest der Bewerber muss in den zweiten Wahlgang.

Balz Bruder
Balz Bruder
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Tom Ulrich

Es war am Ende so, wie es sich manche ausgedacht hatten: FDP-Bildungsdirektor Remo Ankli, Grünen-Volkswirtschaftsdirektorin Brigit Wyss und SP-Innendirektorin Susanne Schaffner im ersten Wahlgang gewählt.

Das heisst: Im zweiten Wahlgang sind noch zwei Sitze zu vergeben. Und es deutet viel darauf hin, dass die beiden CVP-Kandidaten Sandra Kolly und Thomas A. Müller sowie FDP-Bewerber Peter Hodel und SVP-Aspirant Richard Aschbergerdas Rennen unter sich ausmachen werden.

Damit ist auch gesagt: Es könnte durchaus sein, dass die Solothurner Exekutive künftig mehrheitlich in Frauenhand sein wird. Das wäre ein veritabler Coup. Und wohl nicht zum Schlechtesten für den Kanton, im Gegenteil.

Doch wenn dem so wäre: Schafft die CVP die neuerliche Doppelvertretung oder holt die FDP den zweiten Sitz zurück? Die Prognose fällt nicht leicht, zumal Hodel und Müller fast gleichauf liegen nach dem ersten Wahlgang, beide aus dem Niederamt kommen und beide als Gemeindepräsidenten wirken.

Und die SVP? Sie wird es abermals nicht in die Exekutive schaffen. Auch mit dem etwas anders gestrickten Aschberger scheint die Zeit noch immer nicht reif. Regierungsratswahlen sind Persönlichkeitswahlen. Eine alte Weisheit, die sich neuerlich bestätigen dürfte.

Die Videoanalyse von Chefredaktor Balz Bruder:

Solothurner Zeitung