«Strike for Future»
Keine Streiks, dafür gab es Infoanlässe in Solothurn und Olten

In zwei Solothurner Städten fanden Anlässe zum Thema Klima statt. Im Gegensatz zu früheren Aktionen handelte es sich bei beiden Anlässen um Infoveranstaltungen, nicht um Streiks.

Andri Morrissey
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Aktivistinnen des Klimastreiks malen auf dem Kreuzackerplatz mit Kreide.

Aktivistinnen des Klimastreiks malen auf dem Kreuzackerplatz mit Kreide.

Hanspeter Bärtschi

Am Freitag wurde weltweit gegen den vom Menschen verursachten Klimawandel demonstriert. Im kleineren Rahmen fanden auch Kundgebungen in Solothurn und Olten statt. Bei den beiden Anlässen handelte es sich hingegen nicht um Streiks, sondern um Infoanlässe, um Passantinnen und Passanten auf die Klimakrise aufmerksam zu machen.

In Solothurn standen auf dem Kreuzackerplatz am Freitagnachmittag unter den grauen Regenwolken mehrere Pavillons, aufgestellt von verschiedenen Sympathisantinnen und Sympathisanten der Aktion. Es fanden vonseiten der Solothurner Klimabewegung ein Kleidertausch und ein Druck-Workshop statt. Zusätzlich waren die Unia, WWF, Juso, SP und die Grünen vor Ort und verteilten Flyer und machten sich unter anderem für das CO2-Gesetz und gegen das Anti-Terror-Gesetz stark.

Bewegungen werden vereint

Kassandra Frey, Juso-Präsidentin und Mitglied der Solothurner Klimastreik-Bewegung, machte klar, dass es bei diesem Anlass nicht um Forderungen gehe – sondern darum, Anliegen zu vereinen. «Es geht um den Kampf für eine gerechtere Zukunft. Das beinhaltet, dass wir viele verschiedene Kämpfe vereinen, sei es für Gleichberechtigung, oder sei es für faire Arbeitsbedingungen», so Frey.

Apropos Arbeiterrechte: Unia-Gewerkschaftler Severin Brunner erklärte, dass Arbeiterrechte und Klima-Gerechtigkeit sehr wohl zusammen gehörten. «Man sieht, dass in vielen Betrieben nicht wirklich ökologisch gearbeitet wird. Und da muss man die Arbeitnehmer sensibilisieren», so Brunner.

Klimastreik auf dem Kreuzackerplatz mit verschiedenen Organisationen und Aktivitäten
17 Bilder
Strike for Future markiert Präsenz
Grosses Interesse am Stand der UNIA
Beim Stand der Grünen steht das Megafon bereit
Ein Event für jede Generation
Am Stand der UNIA
Viele Informationen
Beim Stand der Grünen werden Zettel an die Stirn geklebt
Es wird auf die verschiedensten Anliegen aufmerksam gemacht
Am Stand der Klima-Grosseltern gibt es Risotto
Kämpferische Loge bei Strike for Future
Hier können Kleider getauscht werden
Voller Einsatz mit der Nähmaschine bei Strike for Future
Ohne Worte

Klimastreik auf dem Kreuzackerplatz mit verschiedenen Organisationen und Aktivitäten

Hanspeter Bärtschi

Auch kein «Streik» in Olten

In Olten fand zwar eine Kundgebung statt, diese sei aber nicht als «Streik» zu betiteln, wie OK-Mitglieder Felix Himmelreich verlauten liess.

Während der Infoanlass in Solothurn schon um 13 Uhr startete, fand die Kundgebung der Oltner Aktivistinnen und Aktivisten erst um 19.30 Uhr statt.

Dies habe gute Gründe, wie Himmelreich am Freitagmorgen noch erklärte. «Die Aktion findet so spät statt, weil dann alle Zeit haben. Die Hoffnung ist natürlich, dass möglichst viele Menschen kommen», sagte Himmelreich. Zählt ein Anlass noch als Streik, wenn alle Beteiligten in ihrer Freizeit mitmachen? Himmelreich erklärte: «Wir organisieren uns unter dem Anlass vom ‹Strike for Future›, aber es ist kein Streik. Es soll eher informativ sein», sagt Himmelreich.

Das Ziel des Anlasses sei vor allem aufzuzeigen, dass sich nicht nur Schülerinnen und Schüler an Klimastreiks und Kundgebungen beteiligten. Geplant war eine Diskussion darüber, wie der Klimawandel die einzelnen Berufssparten präge. Vor der Aktion gab Himmelreich an, man rechne mit rund 50 Teilnehmenden.

Beide Anlässe waren von der Stadtpolizei wie auch der Kantonspolizei Solothurn bewilligt. «Wir sind sicher vor Ort», sagte Pirmin Wüest, Dienstchef Sicherheit und Verkehr bei der Stadtpolizei Solothurn, am Freitagmorgen über die Aktion in Solothurn. Auf dem Kreuzackerplatz waren am Nachmittag keine uniformierten Beamten zu sehen.

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