Volleyball
Der siebte Streich bringt Schönenwerd den Einzug in den Cupfinal

Die Siegesserie geht weiter: Innerhalb von 24 Stunden gewinnt Volley Schönenwerd das erste Playoff-Spiel gegen Jona (3:1) und den Cup-Halbfinal gegen Lausanne (3:0).

Raphael Wermelinger
Drucken
Teilen
Die Schönenwerder sind aktuell nicht zu bremsen.

Die Schönenwerder sind aktuell nicht zu bremsen.

Jörg Oegerli

Einmal standen die Schönenwerder in ihrer Klubgeschichte bislang im Cupfinal. Im März 2015 unterlagen sie Lausanne in Fribourg trotz Matchbälle im Tiebreak. Und warten noch immer sehnlichst auf den ersten Titelgewinn seit ihrem zweiten Aufstieg in die NLA 2010.

Im gestrigen Halbfinal hiess der Gegner wieder Lausanne. Der Meister von 2018 und 2019 hatte die Qualifikation knapp hinter Schönenwerd auf Platz vier beendet und am Samstag das erste Spiel der Viertelfinal-Serie gegen Näfels 2:3 verloren. Der erste Satz war eine klare Angelegenheit. Die Schönenwerder konnten es sich leisten, vier Satzbälle zu vergeben. Der fünfte führte zum 25:21.

Die Waadtländer machten im zweiten Satz deutlich weniger Fehler, aber auch die Schönenwerder spielten fast makellos. Mit einem Ass von Hepburn und einem Block von Giger zogen sie auf 16:12 davon. Weil sie nun auch bei den letzten Punkten kompromisslos agierten und einige Angriffe der Gäste sensationell abwehrten, setzten sie sich am Ende noch deutlicher als im ersten Satz durch – 25:20.

Im dritten Satz kämpfte sich Lausanne nach einem frühen 1:5-Rückstand zurück und es entwickelte sich ein ausgeglichener Schlagabtausch auf hohem Niveau. Johansen bescherte Schönenwerd mit seinem 21. Punkt den ersten Matchball. Die Gäste wehrten diesen ab, Kodj punktete zum 25:24 und dann schlug Lausanne-Topskorer Prevel den Ball ins Aus. Somit spielt Schönenwerd am 27. März in Winterthur um den Pokal.

Der Gegner im Final heisst Jona. Das Team also, welches Schönenwerd 24 Stunden vor dem Cup-Halbfinal zum Start der Playoffs bezwang. Während beide Begegnungen in der Qualifikation mit einem 3:1-Sieg für das jeweilige Auswärtsteam geendet hatten, setze sich am Samstag erstmals der Gastgeber durch.

Schönenwerds Topskorer Luca Ulrich und Diagonalangreifer German Johansen.

Schönenwerds Topskorer Luca Ulrich und Diagonalangreifer German Johansen.

Jörg Oegerli

Schönenwerd brachte die Annahme der St. Galler bereits im ersten Durchgang mit guten Aufschlägen unter Druck. In der Mitte des Startsatzes markierte Passeur Giger zwei Asse in Folge zum 15:11. Und weil die Gäste danach gleich noch zweimal am Block der Schönenwerder scheiterten, konnten diese den ersten Satz eintüten.

Im zweiten Satz legte Schönenwerd mit Kodj am Aufschlag gleich mal auf 4:0 vor. Zwei Asse von Hepburn führten zum 11:6. Zur zweiten technischen Auszeit lag «Schöni» diskussionslos mit 16:7 vorne und am Ende hiess es 25:15 und 2:0 nach Sätzen.

Dass man Jona nie abschreiben darf, hatte der Tabellensechste in der Qualifikation mehrfach bewiesen. So auch am Samstag. Nach der Schmach im zweiten setzte sich Jona im dritten Satz ebenso deutlich durch (25:16).

Diagonalangreifer Yves Roth, der im dritten Satz für Johansen gekommen war, bewahrte Schönenwerd mit sieben Punkten im vierten Satz vor dem Tiebreak. Er steuerte etwa die umkämpften Punkte zum 7:6, 9:6 und 11:7 bei und sorgte mit zwei Assen hintereinander zum 17:11 für die Vorentscheidung. Nach anderthalb Stunden war es Hepburn, hinter Ulrich Schönenwerds zweitbester Punktesammler an diesem Tag, der den sechsten Sieg in Serie klarmachte. Der siebte Streich folgte Tags darauf.

Aktuelle Nachrichten