Buchegg
Beinahe eine Punktlandung bei den Finanzen, aber offene Fragen beim Naturschutz

Buchegger Rechnung schliesst mit kleinem Aufwandüberschuss. Zu reden gab der Natur- und Vogelschutz.

Urs Byland
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Buchegg, hier mit dem Dorf Küttigkofen, kann eine ausgeglichene Rechnung 2020 vorweisen.

Buchegg, hier mit dem Dorf Küttigkofen, kann eine ausgeglichene Rechnung 2020 vorweisen.

Oliver Menge

Keine Chancen für Sorgenfalten bietet die Rechnung 2020 der Gemeinde Buchegg. Der Aufwand ist zwar um gut 26'000 Franken höher als der Ertrag – bei einem Gesamtaufwand von 11,688 Mio. Franken fast vernachlässigbar – aber das Budget sah ein Minus von fast einer halben Million Franken vor. Die grösste positive Abweichung lasse sich bei den Steuereinnahmen feststellen, so Ressortleiter Thomas Stutz. Diese fielen um über 300'000 Franken höher aus als budgetiert.

Die Punktlandung freue ihn besonders, auch wenn er sich bewusst sei, dass dies nicht immer möglich sein wird.

«Würden wir das jedes Jahr schaffen, wären wir top.»

Die Investitionsausgaben liegen brutto bei 1,5 Mio. Franken und netto rund eine halbe Million tiefer. Der Aufwandüberschuss wird aus dem Eigenkapital beglichen, wenn dem die Gemeindeversammlung zustimmt. Auf diesem Konto hat Buchegg nach wie mehr als 7,5 Mio. Franken.

Wenn der Gemeinderat handeln muss, dann in den Spezialfinanzierungen. Während der Stand der Kasse beim Wasser in Richtung Null tendiert, sind in der Kasse für die Abwasserbeseitigung insgesamt bald 2,5 Mio. Franken. Hier eine Erhöhung der Gebühren und dort eine Senkung ist absehbar.

Schutz von Fauna und Flora

Der Bucheggberg ist eine sehr ländliche Gegend, in der Natur und Tierwelt viel Platz finden. Der Natur und Vogelschutzverein Bucheggberg, der nächstes Jahr sein 75-Jahr-Jubiläum feiert, sieht aber viele Mängel im Schutz der Fauna und Flora. Auf Einladung der Gemeindepräsidentin Verena Meyer besuchte eine Zweierdelegation den Gemeinderat und erklärte die Anliegen des Vereins.

Schaut man in die Rechnung der Gemeinde Buchegg, findet man zwei Posten, die direkt dem Arten- und Landschaftsschutz sowie dem Umweltschutz zugeordnet sind. Der Aufwand hält sich mit nicht ganz 30'000 Franken im Rahmen, wobei damit auch noch eine Kommission bezahlt wird.

Paul Storchenegger und Andreas Gössnitzer gaben viele Inputs, was aus Sicht des Vereins verbessert werden könnte. Bessere Information der Einwohner in Sachen Biodiversität, Erstellen eines Naturinventars, Revitalisierung des Limpachkanals, Wiederaufwerten von Heckenelementen, Prüfung von neuen Naturschutzgebieten, Massnahmen gegen Steingärten und versteinerte Böschungen oder Pflegekonzept für die Waldstrassen der Gemeinde sind einige der Themen, die von ihnen angesprochen wurden und teils heftig diskutiert wurden.

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