Sanierung
Der Dorfplatz von Aeschi erhält ein Face-Lifting

An der Rechnungsgemeindeversammlung von Aeschi wurde nebst der Rechnung auch über die Sanierung der Gallishofstrasse informiert.

Rahel Meier
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Der Dorfplatz wird nach der Sanierung anders aussehen als heute. Der Weiher wird aber bleiben.

Der Dorfplatz wird nach der Sanierung anders aussehen als heute. Der Weiher wird aber bleiben.

Rahel Meier

Der Kanton möchte im Frühling 2016 mit der Sanierung und dem Trottoirausbau der Gallishofstrasse beginnen. Peter Portmann (Amt für Verkehr und Tiefbau) und Uriel Kramer (W+H AG, Biberist) stellten das Projekt an der Gemeindeversammlung vor. Bereits im Jahr 2007 lagen die Pläne auf, im Jahr 2010 wurden sie genehmigt. Dass das Projekt erst jetzt umgesetzt wird, hat laut Portmann verschiedene Gründe.

So war die Dringlichkeit nicht gegeben und die Finanzlage des Kantons sei bekanntlich auch nicht die allerbeste. Nun aber soll die Strasse instandgestellt und mit dem Trottoir die Verkehrssicherheit insbesondere für die Fussgänger erhöht werden. Gleichzeitig werden die alten Werkleitungen ersetzt und ein lärmdämmender Deckbelag eingebaut.

Das Ergebnis ist besser als das Budget, aber dennoch im Minus

Die 41 Stimmberechtigten genehmigten die Rechnung 2014 einstimmig. Sie schliesst bei Einnahmen von 11,251 Mio. und Ausgaben von 11,291 Mio. mit einem Aufwandüberschuss von 39 257 Franken (budgetiert 276 199 Franken) ab. Der Aufwandüberschuss wird dem Eigenkapital belastet, das sich nun noch auf 1,672 Mio. Franken beläuft.

Verbesserungen ergaben sich bei der allgemeinen Verwaltung, der öffentlichen Sicherheit und der Bildung (120 000 Franken). Mehr ausgegeben wurde in der gesetzlichen Sozialhilfe (121 721 Franken).

Nicht ganz im Budget lagen die Steuererträge. Statt 20 000 mussten 75 000 Franken an Steuerguthaben abgeschrieben werden. Bei den natürlichen Personen wurden nur 2,439 Mio. eingenommen, was aber in etwa den Einnahmen der Rechnung 2013 entspricht. Rechnet man die Steuereinnahmen dazu, die aus den letzten Jahren noch einbezahlt wurden, dann kommen aber weitere 0,9 Mio. Franken dazu. Rückgängig sind die Einnahmen bei den juristischen Personen. Budgetiert waren 120 000, eingenommen wurden 49 320 Franken. Über das ganze Konto gerechnet geht es aber wieder auf: Budgetiert waren bei den Steuern 3,485 Mio., eingenommen wurden 3,523 Mio. Franken (2013: 3,565 Mio.).

In der Investitionsrechnung fällt der Betrag für den Netzumbau der Gemeinschaftsantenne auf, der weitaus höher als budgetiert ist. Es sei aufwendiger als angenommen, erklärte Gemeindepräsident Stefan Berger. Auch 2015 werde weiter gearbeitet, und es sei anzunehmen, dass der 2011 genehmigte Kredit nicht reichen werde. (rm)

Anwohner geben Land ab

Die Sanierung der Strasse erfolgt in mindestens fünf Etappen. Es werde jeweils halbseitig gearbeitet und der Verkehr mit einer radargesteuerten Lichtsignalanlage geregelt. Begonnen werden sollte in dem Bereich, der laut Uriel Kramer die grössten Knackpunkte aufweist: dem Abschnitt Hersiwilerweg bis Alte Gallishofstrasse. Hier müssen nämlich die Anwohner Land für das Trottoir abgeben. «Der Kanton hat es noch nicht. Es wird jetzt mit den Gesprächen mit den Betroffenen begonnen», so Kramer. Er machte die Anwesenden zudem darauf aufmerksam, dass sie sich bereits vorgängig überlegen sollen, wie die Zufahrt zu ihren
Häusern und Plätzen nach der Sanierung aussehen soll.

Dorfplatz neu gestaltet

Einfacher ist der Abschnitt Luzernstrasse bis Hintergasse. Dort hat es bereits ein Trottoir und die Situation verändert sich kaum. Neu gestaltet wird aber der Dorfplatz. Der Weiher bleibe, so Kramer. Bei der Ausfahrt aus der Käsereistrasse werde die heutige Mittelinsel verschwinden, und vor dem Volg soll es mehr Platz für die Fussgänger geben, sodass diese die Käsereistrasse von einem geschützten Warteplatz aus queren können. Nordseitig werde das Trottoir durchgeführt. Direkt vor dem Weiher soll es eine Pflästerung geben, damit der Platz auch als Platz erkennbar ist.

Ab der Hintergasse bis zum Mettlenweg wird dann das Trottoir neu gebaut. Die Strassenbreite misst nach Abschluss der Arbeiten sechs Meter. Trotz des neuen Trottoirs werde sich am Strassenbild nicht allzu viel verändern. Das Gleiche gilt für den Bereich Mettlenweg bis Hersiwilerweg.

Mit der Sanierung und dem Trottoirneubau werden auch die Kandelaber versetzt. Zudem möchte die Gemeinde nach Abschluss der Arbeiten den Dorfeingang Richtung Westen versetzen. Konkret wird angestrebt, dass bereits ab der Einmündung alte Gallishofstrasse Tempo 50 gilt. Dazu muss aber der Kanton sein Einverständnis geben.

Auch Bolkenstrasse wird saniert

In der anschliessenden Diskussion gab es vor allem Einzelfragen. So konnten sich nicht alle mit der Randsteinhöhe von sechs Zentimeter anfreunden und fragten sich, wieso man nicht einen quergestellten Randstein einbaue. Auch der Wunsch nach Tempo 30 oder für die Einführung einer Begegnungszone rund um den Dorfplatz kam auf. «Das geht aus sicherheitstechnischen Gründen nicht», so Portmann. Auch ein Fussgängerstreifen mache dort keinen Sinn.

Peter Portmann informierte zudem darüber, dass im nächsten Frühling vermutlich auch die Sanierung der Bolkenstrasse, mit einer Verbreiterung um einen Meter, ausgeführt wird.

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