Drei Höfe
Abschied von Rolf Späti

Rolf Späti (Drei Höfe) ist Ende September verstorben. Er hat unzählige Ämter bekleidet, viel Soziales geleistet und schwere Schicksalsschläge ertragen müssen.

Rahel Meier
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Eines der letzten offiziellen Bilder von Rolf Späti.

Eines der letzten offiziellen Bilder von Rolf Späti.

Zvg

«Sein gutes Herz hat aufgehört zu schlagen», steht in der Todesanzeige der Familie. Ende September ist Rolf Späti (Drei Höfe), 58-jährig, unerwartet verstorben. Er hat sich Zeit seines Lebens in der Politik, aber auch für sozial Schwächere und Benachteiligte, die Jugend, in der Kirchgemeinde oder für regionale Vereine und Anliegen eingesetzt. Er hat unzählige Ämter bekleidet und auf seinem Weg unzählige Menschen getroffen.

Immer wieder aufgestanden

Späti war ein Familienmensch und immer für alle da, die eine helfende oder tröstende Hand brauchten. Der Tod seines Sohnes mit nur gerade 25 Jahren im Jahr 2016 traf ihn hart. Auch seine Frau verstarb nur gerade drei Jahre später. Umso stärker war das Band, das ihn mit seiner Tochter und seiner Enkeltochter verband.

Rolf Späti liess sich aber von Schicksalsschlägen nicht unterkriegen; er war ein richtiges «Stehaufmännchen». Nur deshalb überstand er auch weniger schöne Momente und Niederlagen in seiner politischen Karriere, wie etwa die Abwahl aus dem Kantonsrat oder diejenige als Gemeindepräsident. Er machte das Beste daraus und konzentrierte sich danach auf andere Aufgaben, die ihm ebenfalls als wichtig erschienen.

Viel Herzblut für die schwächeren Glieder der Gesellschaft

Sein starkes soziales Engagement zeigt sich in den vielen Aufgaben, die er grösstenteils ehrenamtlich erfüllte. Noch wenige Tage vor seinem Tod war er zum Präsidenten von Procap Kanton Solothurn gewählt worden. Eine Organisation in der er sich viele Jahre lang zuerst als Revisor und dann als Co-Präsident einsetzte. Engagiert war er auch bei der Inva mobil.

Enorm war sein Einsatz im Verband der Offenen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Kanton Solothurn. Im Rahmen dieser Arbeit war er Mitbegründer der Kinder- und Jugendförderung des Kantons, die er viele Jahre lang mit viel Herzblut unterstützte. Weiter setzte er sich als Präsident des kantonalen Wegmacherverbandes, im kantonalen Zivilschutzverband und bei Pro Wasseramt aktiv ein.

Spuren in der ganzen Region

Rolf Späti lachte auch gerne. Kurz vor seinem Tod war der langjährige aktive Fasnächtler mit der Krebszunft Kriegstetten unterwegs. Kein Zunft-Risotto, bei dem der gelernte Koch nicht tatkräftig mitgerührt hätte. Und vielen Schülerinnen und Schülern der Oberstufe Derendingen-Luterbach wird er als langjähriger Lagerkoch, liebevoll wurde er auch als «Chef de Cuisine» bezeichnet, in Erinnerung bleiben.

Unvergessen sind vielen Kindern sicherlich seine Auftritte als «Samichlaus». Schliesslich war Rolf Späti als Gründungsmitglied des Moto-Club Wasseramt «Robbi’s» viele Jahre auch OK-Präsident bei der Durchführung der Rasenrennen in Heinrichswil.

Da Späti unerwartet verstarb wollten sich viele Weggefährtinnen und Weggefährten an der Beerdigung von ihm verabschieden. Die katholische Kirche in Kriegstetten war denn auch bis auf den letzten Platz besetzt. Kirchgemeindepräsident Richard Tschol würdigte in diesem Rahmen Spätis langjährige Arbeit für die Kirchgemeinde und die Vereinsmusik Kriegstetten widmete ihm ein spezielles Musikstück.

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