Gerlafingen
Es ist ein langer Weg, bis lang gehegter Traum Wirklichkeit wird

Der Gemeinderat Gerlafingen will eine Mehrzweckhalle bauen und ein Haus im Dorfkern kaufen.

Gundi Klemm
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Die Gemeinde hat ein Angebot erhalten, das Gebäude im Dorfkern, in dem noch das Altersheim Pergola untergebracht ist, zu kaufen.

Die Gemeinde hat ein Angebot erhalten, das Gebäude im Dorfkern, in dem noch das Altersheim Pergola untergebracht ist, zu kaufen.

Hanspeter Bärtschi

Seit einem Jahr arbeitete eine fachlich breit zusammengesetzte Arbeitsgruppe (AG) an einer Machbarkeitsstudie für den Bau von Räumlichkeiten für Sport und Kultur. Nun hat der Gemeinderat eine Wahl getroffen für den Bau einer Dreifachturnhalle im Gländ unter Einbezug der vorhandenen, dann umgenutzten Alten Turnhalle.

Der Gemeinderat sieht in der Variante C die bestmögliche Lösung für Gerlafingen. In der intensiven Analyse hatte die AG den Bedarf und die Notwendigkeit für einen derartigen Bau erhoben. Die Schulen brauchen mehr Sporträumlichkeiten. Und heimatlos seien auch zahlreiche Aktivitäten. Denn vor Corona wurden beliebte Kulturanlässe und unterschiedliche Versammlungen häufig in Nachbargemeinden durchgeführt. Auch wenn sich die Gesellschaft künftig anders sortiere, und Vereine laut Votum von Werner Rutsch bald eine aussterbende Spezies seien, warb Gemeindepräsident Philipp Heri für die mit einem solchen Bau verbundenen Synergien.

Einbezogen in die Betrachtungen wurden zahlreiche Möglichkeiten – wie auch ein Umbau des Alten Feuerwehrmagazins. Doch dem kritischen Blick hielt das nicht Stand. Der Gemeinderat sprach sich dafür aus, dass die Variante C weiter bearbeitet wird und ein Raumprogramm erstellt wird, auf das sich dann die Kostenerhebung abstützt.

Noch liegt nur eine Grobschätzung über 12 Mio. Franken vor. Zu einem späteren Zeitpunkt wird im Rahmen der Finanzplanung überprüft, wie das Vorhaben finanzierbar wäre, und wie es für die Gemeinde tragbar ist. «Zu den Planungen im Vorfeld zählt dringend auch ein Verkehrs- und Parkkonzept», regte Gemeindevizepräsident Thomas Wenger an.

«Pergola»-Liegenschaft wird gekauft

Im Dorfkern befand sich viele Jahr das private Altersheim Pergola, das einen neuen Standort in Recherswil gefunden hat. Die Gemeinde erhielt ein Angebot, die Liegenschaft für 1.8 Mio. Franken zu kaufen. Die Strategiekommission und der Gemeindepräsident sprachen sich klar dafür aus, und die Sprecher aller Parteien sahen diesen Erwerb ebenso als gute Idee.

Es gelte nämlich, den Dorfkern vor schwierigen Verhältnissen zu schützen und das Haus mit einer geeigneten Nutzung ins Dorfleben zu integrieren. «Es handelt sich um einen strategischen Kauf, bei dem wir unsere augenblickliche Liquidität einsetzen können», sagte Heri, der an der Gemeindeversammlung am 30. Juni den Investitionsbedarf und schon vorhandene Interessenten bekannt geben will.

Der Kanton rennt offene Türen ein

Das Problem, dass fremdsprachige Kinder häufig ohne Deutschkenntnisse in den Kindergarten eintreten, kennen viele Gemeinden. Vor vielen Jahren organisierte Gerlafingen als Pionierin Deutschkurse für fremdsprachige Mütter, wovon damals auch ihre Kinder profitierten. Jetzt fordert der Kanton ein breites Engagement zur Deutschförderung vor dem Kindergarteneintritt.

«Damit rennt der Kanton bei uns offene Türen ein», sagte Heri auch mit Blick nach Zuchwil, wo dieses Angebot erfolgreich praktiziert wird. Offiziell eingesetzt wurde die Arbeitsgruppe «Frühförderung» unter der Leitung von Gemeinderat Gérard Georges. Sie wird aus Mitgliedern von Schulleitung, Lehrkörper, Elternclub, Spielgruppe und Politik bestehen und kann «rassig» ihre Arbeit aufnehmen .

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