Recherswil
Gibts ein Solardach für den neuen Kindergarten?

Der Recherswiler Gemeinderat prüft Möglichkeiten für eine Photovoltaikanlage auf dem Kindergarten, der gebaut wird.

Lea Reimann
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Eine Photovoltaikanlage ist in Recherswil angedacht.

Eine Photovoltaikanlage ist in Recherswil angedacht.

KEYSTONE/URS FLUEELER

Nachdem am Dienstag der Spatenstich für den neuen Doppelkindergartens erfolgte, wurde darüber auch im Gemeinderat diskutiert. Die Idee einer Photovoltaikanlage auf dem Kindergartendach steht nämlich im Raum. Die zuständigen Architekten von aarplan waren zu Besuch und machten darauf aufmerksam, dass ihnen dieser Wunsch von verschiedenen Seiten zu Ohren gekommen sei. Nun sei es wichtig, dass man sich diese Frage rechtzeitig stellt.

Gemäss Bauprojekt bekommt der neue Kindergarten nämlich ein begrüntes Dach. Falls dann aber tatsächlich bald einmal eine Photovoltaikanlage montiert werden sollte, würde dies keinen Sinn machen, dann könnte man sich die Kosten für die Dachgestaltung sparen.

Verschiedene Varianten sollen nun geprüft werden – einerseits das Genossenschaftsmodell mit Optima Solar. Andererseits wäre allenfalls auch der Bau der Photovoltaikanlage durch die Gemeinde möglich, jedoch wäre dieses Traktandum für die kommende Gemeindeversammlung zu kurzfristig und es bräuchte allenfalls eine Zwischenlösung mit provisorischem Dach. «Offen ist zudem, was man auf der Iguhalle, dem Feuerwehrmagazin und dem Schulhausdach erreichen könnte», erklärte Gemeindepräsident Hardy Jäggi und wies darauf hin, dass die Gemeinde noch einige Flächen habe, die man vielleicht mit Photovoltaikanlagen ausstatten könnte.

Bald eine Kita in Recherswil?

Ebenfalls angehen möchte man die Frage nach Tagesstrukturen. Gemeinderätin Irene Rüfenacht informierte darüber, dass sich Gerlafingen eine finanzielle Beteiligung Recherswils an der Kinderoase wünscht. Dabei handelt es sich um einen Verein, der Kinderbetreuung im Rahmen von Kindertagesstätte, Mittagstisch und Nachmittagsbetreuung anbietet. Vielmehr möchte der Gemeinderat nun aber prüfen, ob man in Recherswil selber eine Kindertagesstätte auf die Beine stellen könnte. «Ich schlage vor, dass wir eine Arbeitsgruppe gründen und den Bedarf abklären», so Irene Rüfenacht.

Der Gemeinderat nahm dieses Anliegen positiv auf und erwartet nun einen Antrag zur Bildung dieser Arbeitsgruppe. «In einigen Jahren müssen wir uns ohnehin fragen, was mit dem Kindergarten Winkel passiert», so Hardy Jäggi. Platz wäre also vorhanden und zudem würden sich die Tagesstrukturen positiv auf die Attraktivität der Gemeinde auswirken.

Aufwandüberschuss genehmigt

Im Weiteren genehmigte der Gemeinderat das Budget, welches mit einem Aufwandüberschuss von 117 000 Franken rechnet. Es wurde bereits an der letzten Sitzung ausführlich behandelt und konnte nun mit den eingeflossenen Änderungen diskussionslos genehmigt werden.

Erfreulicherweise erfolgen Gebührensenkungen, denn sowohl bei der Kehrichtgebühr als auch beim Abwasser herrscht eine Überdeckung.

Die Grundgebühr Abfallbeseitigung sinkt nun um 20 Franken auf 130 Franken. Die Grundgebühr Abwasser wird um fünf Franken auf 70 Franken reduziert, was gemäss der Gemeindeordnung dem Minimalbetrag entspricht. Trotz Reduktion wird beim Abwasser auch für das nächste Jahr eine Überdeckung von rund 8000 Franken erwartet.

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