Horriwil
Gruppenräume und neue WC-Anlagen: Das Schulhaus wird saniert

Fast einstimmig genehmigte die Gemeindeversammlung am Donnerstagabend den Antrag des Gemeinderates. Mit einem Kredit von 440 000 Franken soll das Horriwiler Schulhaus saniert werden, so dass es den wieder heutigen Bedürfnissen entspricht.

Lea Reimann
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Auf der Anlage soll durch ansteigende Schülerzahl bald Platzbedarf herrschen. (Archiv)

Auf der Anlage soll durch ansteigende Schülerzahl bald Platzbedarf herrschen. (Archiv)

Hanspeter Bärtschi

Die Sanierung des Schulhauses sei aus verschiedenen Gründen nötig geworden, informierte Gemeinderatsmitglied Hansjörg Kipfer, Präsident der Kommission Sanierung und Umbau Schulhaus.

Zum einen erfordern die neuen Unterrichtsformen zusätzliche Nebenräume zum Klassenzimmer. Momentan werde die Arbeit in Gruppen in die Korridore verlagert, was wegen schlechter Lichtverhältnisse und Lärm oft unbefriedigend sei.

Zum andern steigen die Schülerzahlen in den nächsten Jahren massiv an und es herrsche Platzbedarf. Während es heute 51 Kinder sind, werde sich diese Zahl in den nächsten fünf Jahren auf 74 erhöhen. Die WC-Anlagen seien ausserdem bereits sehr alt und sollten modernisiert werden.

Geplant ist nun, dass das Klassenzimmer im Erdgeschoss einen Gruppenraum erhält. Weil dadurch Stauraum und Schränke aufgegeben werden müssen, kann ein weiterer Raum, der derzeit vom Hauswart benützt wird, zu einem Materialraum umfunktioniert werden.

Ausserdem wird der Boden saniert und das Zimmer gestrichen. Das Musikzimmer – ebenfalls im Erdgeschoss – erhält eine Schalldämpfung, damit kein Lärm mehr vom Werkzimmer, das sich direkt darüber befindet, nach unten gelangt.

Ausserdem werden die sanitären Anlagen renoviert und mit einer invalidengerechten Einrichtung ergänzt. Das Klassenzimmer im Obergeschoss erhält ebenfalls einen Gruppenraum und im jetzigen Sitzungszimmer entsteht eine Bibliothek.

Vorgenommen wird die Sanierung in zwei Etappen. Geplant sind 255 000 Franken für die Sommerferien 2016 und 185 000 Franken für die Sommerferien im Jahr darauf. Bei nur einer Gegenstimme sprach sich die Gemeindeversammlung deutlich für diese Sanierung aus und genehmigte den Kredit von insgesamt 440 000 Franken.

Kleiner Aufwandüberschuss genehmigt

Auch der Voranschlag 2016 wurde bei einer Gegenstimme fast einstimmig genehmigt. Er verzeichnet einen Aufwandüberschuss von 12 395 Franken. Gemeindepräsident Franz Schreier betonte, dass die kantonalen Subventionen an die Lehrerbesoldung durch die Einführung der Schülerpauschale massiv kleiner werden

«Im Moment wird ein Teil zwar noch durch den Finanzausgleich ausgeglichen, doch dieser wird in den nächsten Jahren auf null sinken.» Trotzdem steht die Gemeinde finanziell gesehen relativ gut da.

Während die Nettoverschuldung im Durchschnitt der Solothurner Einwohnergemeinden bei etwa 400 Franken pro Einwohner liegt, ist man in Horriwil um einiges besser gestellt. Hier gibt es nicht etwa eine Nettoschuld, sondern ein Nettovermögen, und zwar soll dies 2015 bei über 1000 Franken pro Einwohner liegen.

Trotzdem mahnte der Gemeinderat zur Vorsicht und wollte keine Steuersenkung vorschlagen, unter anderem eben, weil der Finanzausgleich schrumpfe. Die Gemeindeversammlung teilte diese Vorsicht grösstenteils.

Der von Reto Ziegler gestellte Antrag, den Steuerfuss von 125 auf 123 Prozent zu senken, wurde bei sieben Befürwortungen und 26 Gegenstimmen klar abgelehnt. Der Gemeindepräsident versprach allerdings, die Situation im nächsten Jahr neu zu beurteilen und allenfalls eine Steuersenkung in Erwägung zu ziehen.

Bei den Investitionen wurde der Ausbau der Hünikenstrasse, über welchen man bereits seit zehn Jahren spreche, ausführlicher diskutiert. Der Kanton möchte die Hünikenstrasse, Dorfeingang bis Hersiwilstrasse mit Gehwegausbau Breitenacker, in Angriff zu nehmen.

Die ganze Sanierung beträgt eine Million Franken, wovon die Gemeinde rund 30 Prozent übernehmen muss. Die Beträge werden auf die nächsten vier Jahre verteilt.

Von den 40 anwesenden Stimmberechtigten haben sich 38 für diese Sanierung ausgesprochen. Gemeindepräsident Franz Schreier bemerkte diesbezüglich, dass im Wasseramt gewitzelt werde, dass Horriwil einerseits die schönste, andererseits aber auch die schlechteste Strasse des Wasseramtes habe. «Nun haben wir ein Zeichen gesetzt und können sagen: Nicht mehr lange!»

Im Weiteren hat die Gemeindeversammlung den Anhang zum Gebührenreglement Bewilligung von öffentlichen Anlässen sowie die Schulordnung genehmigt.

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