Gerlafingen
Sogar «dr Enzler» kommt: Auf diese Highlights darf man sich im Kulturjahr 2018 freuen

Der Gerlafinger Kulturausschuss bietet 2018 ein Programm mit vielen Highlights.

Gundi Klemm
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Es hat sich längst weit über die Region herumgesprochen, dass der Gerlafinger Kulturkeller unter dem Kindergarten Kirchacker ein Ort mit besonderer und unkomplizierter Atmosphäre ist. Mitverantwortlich dafür sind nicht nur die Räumlichkeit und das auch im 46. Jahr wieder abwechslungsreiche Programm, sondern vor allem die Gästebetreuung durch die Mitglieder des Kulturausschuss Gerlafingen.

Vor bald 15 Jahren übernahm der heutige Präsident Ruedi Bürki das Zepter von Gründer Franz-Josef Heri, gab dafür sein Kantonsratsmandat auf und bereute den Wechsel von der politischen auf die kulturelle Bühne nie. «Es ist ein wunderbares Gefühl, wenn die Leute nach einer Vorstellung bei uns im Kulturkeller vom tollen Abend schwärmen», so Bürki.

Austritt vom Gemeindepräsident

Keinerlei Wechsel gab es in der Zusammensetzung der «Frontleute» im Kulturausschuss (Vreni Bürki, Denise Hug, Gabi Ledermann, Beatrice und Hanspeter Meyer, Erich Müller und neu Matthias Graf), die ihre unterschiedlichen Aufgaben im Team mit Lust und Liebe ausfüllen, damit sich das Publikum wohl fühlt. Verzichten muss der Kulturausschuss einzig auf sein dienstältestes Mitglied Philipp Heri, der bekanntlich ja am 21. Mai zum neuen Gemeindepräsidenten gewählt wurde.

Weil die Gerlafinger Kulturmacher alljährlich ein feines Näschen für die Programmgestaltung haben, sind neben fünf Künstlern aus der Schweiz, drei bekannte «Kulturtäter» aus der Region und auch drei aus Deutschland berücksichtigt. Zum bunten Strauss der insgesamt 15 Anlässe zählen der traditionelle Ostereiermarkt vom 2. bis 4. März, Jazz & Grill am 18. Mai und das Kerzenziehen in der Woche 5. bis 11. November. Zu Gast sind wie in etlichen Jahren zuvor auch die Abschlussklassen der Kreisoberstufe Gerlafingen mit ihrem Bühnenprojekt «School Goes on Stage, Volume 4» vom 29. Januar bis 2. Februar.

Sogar «dr Enzler» kommt

Simon Enzler, den mit zahlreichen Preisen bedachten Kabarettisten mit seinem «Nach-Emil-Stil», muss man nicht speziell vorstellen. Er bringt sein Programm «Privatsphäre» am 9. März auf die Kulturkeller-Bühne. Zuvor kann man sich auf den gern gehörten Trupp «Dülü Dubach und Supersiech» mit Namensgeber Dülü Dubach, Thomi Christ, Tobi Knuchel und Michael Leuenberger freuen, die das Kulturjahr am Freitag, 12. Januar eröffnen. Am 24. Februar folgt Peter Shub aus Deutschland mit seiner clownesken Darbietung «Für Garderobe keine Haftung».

Am Samstag, 21. April will Peter von Siebenthal – aus Recherswil stammend, aber längst über die Region hinausgewachsen – mit seinen Musikerkollegen Ronnie Gerber, Martin Guggisberg und Marlon Born glänzen. Mit «Liederlich» laden Schweizer Liedermacher wie Reto Zeller, Axel Pätz und Res Wepfer am 5. Mai zu einem an Geschichten reichen Musikabend ein. Christoph Simon, der aktuelle Preisträger des «Comedian-Oscars» Salzburger Stier, lockt und erleuchtet am 16. Juni mit seiner komödiantischen Show «Zweite Chance».

Günstige Eintrittspreise

Nach der Sommerpause wollen am 24. und 25. August, wegen der grossen Nachfrage gleich in einem Doppelkonzert, die beiden einheimischen Jacky und Marc Anderegg ihre Zuhörerschaft ebenso begeistern wie bei den letzten drei Auftritten innerhalb von sechs Jahren. Besonders ansteckend in seiner unterhaltsamen Hypochondrie wird Ingo Börchers am 14. September wirken. Ihm folgt am 29. September die unglaubliche Musikvielfalt der sechsköpfigen Gruppe «Zydeco Annie und The Swamp Cats».

Das Jahr ist noch nicht vorbei, bevor der Oltner Slam-Poet und Wortspieler Kilian Ziegler, unterstützt durch Samuel Blatter am Klavier, das Publikum am 17. November in seinen Bann gezogen hat. Und danach gibt es nochmals einen wahren Höhepunkt, wenn die bekannte Gruppe «Heinz de Specht» am 14. Dezember mit ihrem «opus 5» ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk überbringt.

Gefeiert werden sollten aber nicht nur die Veranstaltungen, sondern auch die Preispolitik im Kulturausschuss. Mit der Familienkarte (200 Franken) , der Jahreseinzelkarte für 120 Franken und den Einzeleintritten für 20 Franken und 12 Franken für Jugendliche wird hier der Kulturgenuss zur erschwinglichen Freude.

Informationen: www.kulturausschuss.ch