Aare-Nord-SO/ Bucheggberg
Spitexfusion geht den Gemeindepräsidien zu schnell

Die Vereine Bucheggberg Aare-Nord-SO möchten fusionieren. Den Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten ist das das Tempo aber viel zu forsch.

Rahel Meier
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Die Fusion der beiden Spitexvereine Bucheggberg und Aare-Nord-SO stösst nicht nur aus Zustimmung (Symbolbild).

Die Fusion der beiden Spitexvereine Bucheggberg und Aare-Nord-SO stösst nicht nur aus Zustimmung (Symbolbild).

Keystone

Die Spitexvereine Bucheggberg und Aare-Nord-SO möchten fusionieren und das am liebsten schon per 1. Januar 2017. Schon jetzt arbeiten die beiden Vereine zusammen und tauschen auch Personal aus. Die Lehrlinge in den beiden Organisationen werden von der selben Verantwortlichen betreut.

Beide Vereine haben die selbe Geschäftsführerin und die selbe Software. «Operativ sind die beiden Vereine zusammengewachsen und sie wären fusionsbereit», erklärte Martin Willi, Präsident Spitexverein Bucheggberg, an der Gemeindepräsidentenkonferenz in Lüsslingen-Nennigkofen. Er machte auch klar, dass die beiden Standorte erhalten bleiben sollen, aber die Verwaltung und der Vorstand vereinheitlich würden. Die Fusion wäre auch mit Blick in die Zukunft wichtig. «Die Bevölkerung wird immer älter und private Organisationen drängen immer stärker auf den Markt», so Willi.

Viele Fragezeichen

In der anschliessenden Diskussion zeigte sich, dass die Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten viele Fragen hatten. Vor allem war für sie klar, dass das Tempo viel zu forsch sei. Im Weiteren fragten sich die anwesenden, ob man sich auch überlegt habe, mit einer anderen Organisation zu fusionieren, oder ob man sich nur auf Aare-Nord-So konzentriere. Muss es eine Fusion sein, reichen nicht auch Kooperationsverträge, war eine weitere Frage. Das Geschäft wurde dem Vorstand des Spitexvereins wieder zurückgegeben. Mit dem Auftrag, breitere Abklärungen zu treffen.

Mili Marti (Geschäftsführerin Spitexverein Bucheggberg) informierte anschliessend kurz über den Stand in Sachen «Wegpauschalen». Es sei leider bisher zu keinem Gerichtsfall gekommen und man wisse deshalb immer noch nicht mehr. «Weiterfahren wie bisher», lautete der Auftrag der Gemeindepräsidenten an Mili Marti. Das heisst konkret, dass die Wegpauschalen im Bucheggberg vorderhand nicht an die Klienten weiterverechnet, sondern durch die Gemeinden getragen werden.

Regierungsrätin Esther Gassler und Amtschef Diego Ochsner besuchten auch den Bucheggberg, um die Wichtigkeit der Neuorganisation der Zivilschutzregionen ab 1. Januar 2017 aufzuzeigen. Die Bucheggberger Gemeinden haben einen Vertrag mit Lohn-Ammannsegg und Biberist, die Region erreicht aber die Zahl von 20'000 Einwohnern nicht. So muss man wohl weitere Partner suchen. Im Wasseramt hat die Gemeindepräsidentenkonferenz entschieden, den Fächer ganz weit aufzumachen und einen Zusammenschluss mit Solothurn, dem Leberberg und Grenchen mindestens zu diskutieren. Da wollen die Bucheggberger nun ebenfalls mitreden.

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