Sonderlösung
Transport als Stolperstein: Im Bucheggberg sind nicht alle Klassen in der Schule

Ab 11.Mai gilt im Kanton Solothurn wieder die Schulpflicht. Im Bucheggberg kommt es aber zur Sonderlösung. Dort können nicht alle Klassen den Präsenzunterricht wieder aufnehmen.

Rahel Meier
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Mit dem Postauto in die Schule: Im Bucheggberg wird dieses Transportmodell angewandt. Im jetzigen Fall bräuchte es aber ein zusätzliches Fahrzeug. (Archiv)

Mit dem Postauto in die Schule: Im Bucheggberg wird dieses Transportmodell angewandt. Im jetzigen Fall bräuchte es aber ein zusätzliches Fahrzeug. (Archiv)

Christoph Neuenschwander

Am Donnerstagabend wurden die Eltern der Bucheggberg Schulkinder darüber informiert, wie der Schulunterricht vom 11. bis zum 15. Mai durchgeführt wird. Im Bucheggberg gibt es eine Sonderlösung: Für die 1. bis 4. Primarschulklassen und die 7. und 8. Klasse Sek 1 gibt es Präsenzunterricht in den Schulhäusern. Für den Kindergarten und die 5. und 6. Klasse, ebenso für die 9. Klasse Sek I wird der Fernunterricht weitergeführt.

Stolperstein für die Aufnahme des Präsenzunterrichtes für alle Schulkinder ist der Transport mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Mit der Anzahl Fahrzeuge, die normalerweise eingesetzt werden, können die Schutz- und Hygienemassnahmen nicht eingehalten werden. «Wir haben die kantonalen Stellen schon vor rund einem Monat darauf hingewiesen, das wir im Bucheggberg und möglicherweise auch andere Kreisschulen, Probleme mit dem Schülertransport bekommen», meint Verena Meyer (Präsidentin Schulverband Bucheggberg) auf Anfrage. Glücklich sei sie mit der Lösung auch nicht. «Aber es ist die einzige, die im Moment machbar ist.» Sie verstehe auch, dass es bereits Reaktionen von verärgerten Eltern gab. «Wir nehmen diese ernst.»

Laut der Information des Schulverbandes Bucheggberg würden die Zusatzbusse, die bis zu den Sommerferien für den Schülertransport eingesetzt werden müssten, Mehrkosten von 250'000 Franken verursachen. «Dieser Betrag liegt in der Finanzkompetenz der Verbandsgemeinden. Jede Gemeinde müsste eine Gemeindeversammlung einberufen», so Verena Meyer zum Dilemma, in dem der Schulverband in dieser Sache steckt.

Andreas Walter (Leiter Volksschulamt) bestätigt die Speziallösung für den Bucheggberg, die in Absprache mit den kantonalen Behörden getroffen wurde. «Der Bucheggberg ist die einzige Region im Kanton, die eine eigene Lösung hat.» Man sei mit Hochdruck daran, eine Lösung zu erarbeiten, damit der Präsenzunterricht ab dem 18. Mai auch im Bucheggberg von allen Schülerinnen und Schülern aufgenommen werden könne. Es gehe dabei um die Organisation von Zusatzbussen für den Transport.

Die Notbetreuung für die Kinder, die in der nächsten Woche Fernunterricht haben, wird angeboten. Allerdings müssen die Kinder privat gebracht und abgeholt werden. Auch der Mittagstisch und die Nachmittagsbetreuung finden mit speziellen Hygienemassnahmen statt.

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