Buchegg
Unterstützung fürs Dreiseenland

Gemeinderat beschliesst Beitritt zum Verein, der eine Balance zwischen Landwirtschaft und Natur sucht.

Urs Byland
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Die Gründung des Vereins Drei-Seen-Land war eine direkte Folge der sogenannten «Landsgemeinde» von Mitte November. An jenem Anlass hatten mehr als 350 Gemeindedelegierte aus den fünf Kantonen darüber diskutiert, ob es im Dreiseenland eine dritte Juragewässerkorrektion brauche.

Die Gründung des Vereins Drei-Seen-Land war eine direkte Folge der sogenannten «Landsgemeinde» von Mitte November. An jenem Anlass hatten mehr als 350 Gemeindedelegierte aus den fünf Kantonen darüber diskutiert, ob es im Dreiseenland eine dritte Juragewässerkorrektion brauche.

ZVG

Buchegg tritt dem Verein Zukunft Drei-Seen-Land bei. Der Verein hat mitnichten eine touristische Ausrichtung, wie der Name vermuten lässt, sondern will sich mit der Art und Weise beschäftigen, wie künftig in der Gemüsekammer der Schweiz Landwirtschaft betrieben werden soll. Das Dreiseenland im Gebiet der Kantone Bern, Freiburg, Neuenburg, Solothurn und Waadt will sich auf nationaler Ebene mehr Gehör verschaffen.

Aufhorchen lässt die Zusammensetzung des Vorstandes. Präsident des Vereins ist der frühere FDP-Regierungsrat Christian Wanner. Mit in den 19-köpfigen Vorstand wurden an der Gründungsversammlung vor einer Woche auch Bucheggs Gemeindepräsidentin Verena Meyer-Burkhard, Bellachs Gemeindepräsident Fritz Lehmann sowie Kantonsrat Thomas Studer aus Selzach gewählt. Die Gemeindepräsidentin hielt aber an der Gemeinderatssitzung fest: «Ihr könnt frei entscheiden, ob ihr mit dabei sein wollt, unabhängig von meinem Sitz im Vorstand.»

Thomas Stutz erklärte, dass ihm das Dreiseenland gar weit entfernt erscheine. Mit dem Limpachtal sei man aber schon zugehörig, so die Meinung im Gemeinderat. Niklaus Fischer störte sich daran, dass die Umweltorganisationen nicht im Verein mit dabei sind. Verena Meyer bestätigte dies. «Der Verein will aber nicht eine Intensivlandwirtschaft fördern, sondern setzt sich für ein Miteinander von Landwirtschaft und Natur ein.» Sie sei überzeugt, dass der Verein die Naturschutzorganisationen noch mit an Bord holen kann. Samuel Marti erinnerte daran, dass in den Vereinsstatuten steht, das Dreiseenland sei die für die Ernährungssicherheit der Schweiz wichtigste Region. «Deswegen braucht es auch gutes Kulturland.» Anita Hug Mbungu äusserte Vorbehalte. «Das sieht nach einem Interessenverein für die Bauern aus. Ich bin für Abwarten.» Mit 4 zu 2 Stimmen bei einer Enthaltung wurde der Beitritt beschlossen. Gewählt wurde die Variante mit Stimmrecht.

Der alte Bezirksverband Bucheggberg will Vermögen in neuen Verein retten.

Die Auflösung des bisherigen Kantonal-Feuerwehr-Verbandes und Neugründung des neuen Feuerwehrverbandes Kanton Solothurn ist im Bucheggberg noch nicht vollständig über die Bühne gegangen. Sinn der Neugründung ist eine Stärkung des kantonalen Verbandes, gab es doch bisher parallel sieben Bezirksverbände, die in der neuen Struktur nicht mehr vorgesehen sind. Doch nicht alle Bezirksverbände denken nun an eine Auflösung, wie Bucheggs Feuerwehrkommandant Michael Wyss im Gemeinderat erklärte. Den ersten Teil seiner Ausführungen, die Erklärungen zum neuen Kantonalverband und die Absicht, diesem beizutreten, fand im Gemeinderat klare Unterstützung. Schwieriger wurde es mit dem zweiten Anliegen, das Wyss vortrug. «Der Vorstand wollte den alten Feuerwehrverband Bucheggberg auflösen. Dieses Ansinnen stiess aber nicht bei allen Ehrenmitgliedern auf offene Ohren», so Wyss. Vier Ehrenmitglieder und zwei Vorständler wollen den Verband nicht auflösen, sondern nur die Statuten anpassen. Begründet werde das Anliegen mehrfach.

Man wolle weiterhin die Kameradschaft pflegen, die Jugendfeuerwehr finanziell und personell unterstützen sowie alte Feuerwehrfahrzeuge erhalten. Bisher habe zudem die Feuerwehr einigen Leuten im Dorf, die sonst nirgends einen Platz finden, eine Heimat bieten können, ergänzt Wyss seine Erklärungen. Die Initianten hätten aber auch Forderungen. So wollen sie am Namen festhalten, was im Gemeinderat nicht goutiert wurde. Anstelle des Wortes Verband im Namen soll das Wort Verein im Namen getragen werden. «Sonst führt es zu Verwirrungen», so Gemeindepräsidentin Verena Meyer.

Die Initianten wollen, dass die Verbandsfahne im Bucheggberg bleibt, und sie wollen das Finanzvermögen, das Ende Jahr bei noch rund 12 000 Franken liegen wird. «Sie haben sich bei einem Notar erkundigt und Bescheid erhalten, dass diese Vermögensübernahme kein Problem sei, weil der Verband das Vermögen über eine längere Zeit angehäuft hat», so Wyss weiter. Damit war für den Gemeinderat die Frage geklärt, ob der Bezirksverband das Vermögen nicht an den neuen Kantonalverband abtreten müsse. Im Grundsatz sprach sich der Gemeinderat positiv zu den Absichten der Initianten aus, würden doch vom neuen Verein die Feuerwehr-Gerätschaften ausgestaubt und die erhaltenswerten in Schuss gehalten. Der Gemeinderat hofft aber, dass diese Aktivitäten die Gemeindekasse nicht weiter belasten. Zudem wünschen sie den Initianten Durchhaltevermögen, sei es doch nicht einfach, neue Vereinsmitglieder in der aktiven Feuerwehr zu finden. (uby)

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