verkehrsbehinderung
Wegen Buslinie 2 gilt in Langendorf Alarmstufe Rot

Der Gelenkbus gefährdet an der Endhaltestelle der Linie 2 alle Strassenbenutzer.

Nadine Schmid
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Bushaltestelle Buslinie 2 mit Endhalt in Langendorf Chutz.

Bushaltestelle Buslinie 2 mit Endhalt in Langendorf Chutz.

Hanspeter Bärtschi

Die Befürchtungen des Gemeinderats hätten sich bewahrheitet: Seit die Linie 2 Langendorf befährt, habe sich das Unfallrisiko enorm erhöht. «Ich bin schockiert über die Zustände. Es ist nur eine Frage von Tagen, bis es zu einem Unfall kommt», ist Ivan Flury überzeugt. Die Linie 2 erreicht die Endhaltestelle «Chutz» meist zehn Minuten zu früh und wartet daraufhin dort auf die Abfahrtszeit. Die Linie 1, die nach Oberdorf fährt und kurz darauf ankommt, muss den Bus überholen, genauso die Autofahrer.

Die Sichtverhältnisse seien miserabel. Auch gebe es zu wenig Platz für die Strassenbenützer. Aus der Not heraus hat die Gemeinde reagiert und einen Spiegel installiert, bei dem sich die Verkehrsteilnehmer zumindest in einer Richtung orientieren können. Doch das könne keine Dauerlösung sein, weder für die Verkehrsteilnehmer noch für die Schulkinder, die ebenfalls gefährdet seien. Von Letzteren könne man ausserdem nicht erwarten, dass sie auf den Spiegel achten, ist sich der Gemeinderat einig.

Sowohl die BSU als auch der Kanton sind informiert worden. Vertreter werden nächstens nach Langendorf kommen. «Wir werden sie nicht mit Samthandschuhen anfassen. Wir haben ihnen genau diese Probleme prognostiziert, und sie haben es nicht ernst genommen», stellte Vizegemeindepräsident Daniel Hürlimann klar. Wie erklärt wurde, sei dies nicht der einzige Fauxpas: Kanton und BSU sprachen sich aus Zeitgründen gegen eine Verlängerung der Linie nach Rüttenen aus, nun jedoch scheint es gar nicht mehr so sicher, dass der Bus bei einer Fahrt bis Rüttenen mit dem Zeitplan in Verzug gerate.

Ortsplanung und Schulleitung

Die Planungskommission hat die Totalrevision der Ortsplanung nach der kantonalen Vorprüfung und der öffentlichen Mitwirkung überarbeitet und wird sie für eine zweite Überprüfung an den Kanton senden. Wie erwartet, hat vor allem die Reservezone beim Trittibachhofareal, die vollkommen ausgezont werden sollte, für Unmut gesorgt. Deswegen hat man sich nun darauf geeinigt, 80 Prozent auszuzonen und die restlichen 20 Prozent in Wohnzone zu verwandeln. Im Fokus fürs Wohnen liegt weiterhin das Deltaareal. «Dieses hat grosses Potenzial», erklärte Daniel Baeriswyl von der Firma Metron.

Der Gemeinderat stimmte weiter über die Nachfolgeregelung der Schulleitung der Gemeinsamen Schule mit Lommiswil und Oberdorf ab. Thomas Suter wird neuer Gesamtschulleiter von Langendorf, Oberdorf und Rüttenen. Stephanie Wüthrich wird als Schulleiterin der Schule Rüttenen eingesetzt und Caroline Kiener als Schulleiterin der Schule Langendorf.

Jugend und Schulraum

Gemeinderätin Monika Roth wird die Jugendkommissionspräsidentin, die verunfallt ist, bis auf weiteres vertreten. Es ist noch unklar, ob und wann die Präsidentin ihr Amt wieder aufnehmen wird. Die Vakanz in der Jugendarbeit wird ausserdem bald durch eine Stellvertretung besetzt.
Das Mandat zur Begleitung des Projekts Schulraumerweiterung wird an die Firma Kontextplan vergeben.

In der Spezialkommission wirken acht Personen mit: Hauptschulleiter Thomas Suter, Schulhauswart Benjamin Gfeller, Urs Zaugg (Bauverwalter), Simon Schäfer (Vertreter Finanzkommission), Hans-Peter Berger (Gemeindepräsident), Daniel Hürlimann (Vizegemeindepräsident) sowie die Gemeinderäte Gisela Schultis und Patrick Suter.

Wichtige Fussgängerstreifen

Der Fussgängerstreifen oberhalb der Busstation Chutz, beim Restaurant National, wurde mit den Strassenbelagsarbeiten der Weissensteinstrasse aufgehoben. Seither überqueren die Fussgänger, die den Bus Richtung Norden verlassen, auf ihrem Heimweg einfach die Strasse. Kaum jemand nimmt den Umweg zum unteren Fussgängerstreifen. Dies erhöhe das Unfallrisiko massiv. Deswegen will der Gemeinderat diesbezüglich einen Antrag an das Amt für Verkehr und Tiefbau stellen. Da sich dort bereits einmal ein Fussgängerstreifen befand, wären bereits sämtliche Vorkehrungen getroffen, es entstünden keine grossen Kosten.

Der Fussgängerstreifen an der Stöcklimattstrasse auf der Höhe der Alterssiedlung Ischimatt birgt ein Unfallrisiko und müsste von Gesetzes wegen aufgehoben werden. Der Gemeinderat möchte diesen aber nach Süden verschieben. Sämtliche Kosten sollen vom Bauherrn getragen werden. Dieser Fussgängerstreifen sei für die Alterssiedlung und für die Kinder auf ihrem Schulweg wichtig.