Schönenwerd

25 Jahre Geschichte des Paul Gugelmann-Museums zwischen zwei Buchdeckeln

Margrit Kappeler und Paul Gugelmann freuen sich über das neue Buch.

Margrit Kappeler und Paul Gugelmann freuen sich über das neue Buch.

Margrit Kappeler aus Erlinsbach hat die Geschichte des Paul Gugelmann-Museums in Schönenwerd dokumentiert.

«Das Buch ist fantastisch», rief Martin Planzer ins Publikum, das nach genau vorgegeben Abständen am Freitagnachmittag in der Stiftskirche Schönenwerd Platz genommen hatte. Der Präsident des Freundeskreises des Paul Gugelmann-Museums zeigte sich begeistert von Margrit Kappelers Werk, da dieses eine Lücke schliesse: «Ein Buch zur Geschichte des Museums existiert noch nicht.» Das Buch sei in erster Linie als Nachschlagewerk für die ehrenamtlichen Museumsführerinnen und Museumsführer sowie die Techniker gedacht, «sowohl für die jetzigen wie für die zukünftigen.» Auch wenn sich das Buch mit der Vergangenheit des Museums beschäftige, sei es doch gar nicht rückwärts orientiert: «Geschichte besteht nicht nur im aufbewahren, sondern auch im Weitergeben.»

Jörg Amsler, Präsident der Stiftung des Paul Gugelmann-Museums, freute sich gleichermassen: «Eine Fundgrube zum Museum ist entstanden. Mich fasziniert das Buch ab dem Buchdeckel!»

Christian Tännler sprach im Namen von Paul Gugelmann, der sich zwar unter den Anwesenden befand, aber aus gesundheitlichen Gründen nicht selber auftreten wollte. Lange sei unklar gewesen, ob der Anlass durchführbar sei, so Tännler. Dank der Christkatholischen Kirche Schönenwerd, die die Stiftskirche zur Verfügung stellte, sei es dann aber doch gegangen. Er überreichte Margrit Kappeler eine neu geschaffene Skulptur von Paul Gugelmann. An der Orgel sorgte Roman Stahl für abwechslungsreiche Klänge zwischen den Ansprachen.

Margrit Kappeler erinnerte sich in ihrer Dankesrede an die Frau, durch die sie zum Schreiben gekommen sei: «Ruth Grossenbacher war meine Lehrerin in der ersten Klasse und hat mir die Freunde am Schreiben mitgegeben.» Die Frage, wo ihr neues Buch spartenmässig zu verorten sei, beantwortete die Autorin gleich selbst: «Es ist kein Kunstbuch, kein Sachbuch und kein Fotobuch. Es ist ein Mix aus allen.»

Kappeler führte viele Gespräche mit Leuten, die das Museum seit seiner Gründung vor 25 Jahren begleiten, so zum Beispiel mit Jean-Pierre Racine, der beim Aufbau das Heft in die Hand nahm, oder mit Verena Widmer, die als erste «inoffizielle Geschäftsführerin amtete und deren «Tagebuch» eine wichtige Quelle bildete. Auf 133 Seiten beleuchtet Kappeler Gugelmanns Leben und Schaffen, dokumentiert die Umwandlung des «Bau-Schopfes» zum Museum und lässt die vielen Ausstellungen Revue passieren. OT-Fotograf Bruno Kissling steuerte viele Bilder zu dieser Erinnerungsschrift bei. Das Buch kann für 25 Franken im Paul Gugelmann-Museum erworben werden.

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