Fussball
Aargauer Herbert «Hebi» Fischer ist der neue Trainer des FC Dulliken

Der FC Dulliken hat einen Nachfolger für Massimo Saracino gefunden: Herbert «Hebi» Fischer. Der 58-Jährige ist im Kanton Solothurn noch ein unbeschriebenes Blatt.

Raphael Wermelinger
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Mit dem FC Dulliken übernimmt Trainer Herbert Fischer erstmals einen Solothurner Verein.

Mit dem FC Dulliken übernimmt Trainer Herbert Fischer erstmals einen Solothurner Verein.

Otto Lüscher/Archiv

Mitte Oktober endete die Zusammenarbeit zwischen dem FC Dulliken und Trainer Massimo Saracino nach knapp anderthalb Saisons. Nachdem Saracino den FCD im Vorjahr sensationell auf den vierten Schlussrang geführt hatte, fanden sich die Niederämter heuer nach zehn Spielen plötzlich im Abstiegskampf wieder.

Dies führte zur Auflösung von Saracinos Vertrag. Im gegenseitigen Einvernehmen, wie beide Parteien beteuerten. Für die letzten drei Vorrundenspiele sprang Vizepräsident Roland Gruner als Interimscoach ein. Eine Niederlage gegen Liestal, ein Unentschieden gegen Wohlen sowie ein 3:1-Sieg gegen Pajde zum Abschluss der Vorrunde schauten dabei heraus. Dadurch überwintern die Niederämter auf dem neunten Platz.

Nun hat der FC Dulliken den Nachfolger für Massimo Saracino gefunden. Herbert «Hebi» Fischer heisst der neue FCD-Trainer. Der 58-Jährige ist im Kanton Solothurn noch ein unbeschriebenes Blatt. Seit 1990 im Besitz des A-Diploms, trainierte Fischer in seiner Karriere ausschliesslich Teams im Kanton Aargau.

So war er während insgesamt fünf Jahren Nachwuchstrainer beim FC Baden, führte dann den FC Brugg innert sechs Jahren von der Aargauer 2. Liga bis in die 1. Liga und war kurze Zeit beim SC Schöftland in der 2. Liga inter engagiert. Fischers letzte Trainerstation war der FC Aarau, bei dem er während rund sieben Saisons zuerst für die U16- und später für die U19-Equipe verantwortlich war. In den vergangenen drei Jahren habe er eine Pause eingelegt, wie er selbst sagt.

Eine Luftveränderung

Jetzt ist der Landschaftsgärtner, der in Schafisheim wohnt, also zurück im Trainergeschäft. Wieso ausgerechnet beim FC Dulliken? «Ich kenne Roland Gruner schon lange. Er kontaktierte mich Mitte November zum ersten Mal in Sachen FC Dulliken», erzählt Fischer. «Ich habe das Angebot länger geprüft und es nach einigen Gesprächen mit Roland Gruner und Präsident Ueli Schenk schliesslich auch angenommen.»

Die Luftveränderung sei der Hauptfaktor für seine Unterschrift gewesen: «Da ich bis jetzt immer im Kanton Aargau tätig war, reizt es mich, mal ein Team aus einem anderen Regionalverband zu trainieren. In welcher Liga der FC Dulliken spielt, war dabei gar nicht so entscheidend.»

Fischers Vertrag beim FC Dulliken läuft vorerst nur bis Ende Saison, danach wird weitergeschaut und neu verhandelt, gibt Präsident Ueli Schenk Auskunft. Er habe
Fischer nicht persönlich gekannt, in den Gesprächen aber einen sehr guten Eindruck von ihm gewonnen. Dieser habe sich dann auch bestätigt. «Ich hörte mich natürlich um und holte diverse Meinungen ein.»

Diese seien durchweg positiv ausgefallen, so Schenk, der lachend anfügt: «Er ist ein bisschen ein verrückter Trainer.» Diese Aussage sei wohl auf seine ganz eigene Philosophie zurückzuführen, muss Fischer über das Urteil schmunzeln. «Ich bin auf jeden Fall ein Typ, der gerne mal gegen den Strom schwimmt», führt er aus.

Zudem bezeichnet er sich als Taktikfreak, relativiert aber sogleich: «Im Fussball geht es in erster Linie immer noch um Freude und Spass, insbesondere im Amateurbereich.» Er wolle sich nicht in den Vordergrund stellen. Denn auf diesem Niveau ist in seinen Augen die Zusammenstellung der Mannschaft wichtiger als der Mann, der an der Seitenlinie steht. «Der Trainer kann nur so gut sein wie die Spieler, die er zur Verfügung hat.»

So wird der FC Dulliken nicht nur mit einem neuen Trainer in die Rückrunde steigen, auch das Kader wurde noch ergänzt. Die Namen der Neuverpflichtungen wollen die FCD-Verantwortlichen indes erst nächste Woche aus dem Sack lassen.

Herbert Fischer

Geburtsdatum: 14. Mai 1958

Wohnort: Schafisheim

Beruf: Landschaftsgärtner

Wichtigste Stationen als Trainer: FC Baden U18 und U19, FC Brugg (2. Liga bis 1. Liga), SC Schöftland (2. Liga inter), FC Aarau U16 und U19