Dulliken
Das ehemalige Heimatmuseum soll abgerissen werden

Die Bürgergemeinde Dulliken bewilligte letzte Woche den Abbruch des Hauses der Lehmgrube 45, das ihr einst geschenkt worden war.

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Das ehemalige Heimatmuseum soll abgerissen werden.

Das ehemalige Heimatmuseum soll abgerissen werden.

Bruno Kissling

Das Haus an der Lehmgrube mit dem Krüppelwalmdach ragt schräg in die Strasse hinein. Der Dulliker Ehrenbürger Arnold Bärtschi vermachte es vor 53 Jahren der Bürgergemeinde, die es nun dem Abbruch weiht. Deren Präsident Matthias Weidmann erläuterte, dass das ehemalige Haus des Heimatmuseums für die Sanierung der Lehmgrube durch den Kanton ein Hindernis darstellt, weil der heute gültige Baulinienabstand massiv überschritten wird. Im bewilligten Gestaltungsplan vom Kanton ist der Abbruch der Liegenschaft bereits festgehalten.

Mit dem Amt für Verkehr und Tiefbau des Kantons Solothurn konnte vereinbart werden, dass die Bürgergemeinde (unter Vorbehalt der Zustimmung der Gemeindeversammlung) die Liegenschaft auf ihre Kosten abbricht. Als Gegenleistung wird der Baulinienabstand zur Kantonsstrasse von heute 5 Meter auf 3 Meter reduziert. Momentan läuft noch eine Anfrage bei der Einwohnergemeinde, die Baulinie zur Hohlgasse ebenfalls auf 3 Meter zu reduzieren.

Ein Votum aus den Teilnehmern unterstützte den Vorschlag, weil der Abbruch der Liegenschaft für die Bürgergemeinde ein Gewinn darstellt und dank dem reduzierten Baulinienabstand besser ausgenutzt werden kann. Dem Antrag der Bürgergemeinde, die Liegenschaft Lehmgrube 45 im Zuge der Sanierung Lehmgrube abzubrechen und dafür ein Kostendach von 32'000 Franken zu bewilligen, wurde einstimmig zugestimmt.

Jahresrechnung 2019 schliesst mit Gewinn ab

Die Jahresrechnung der Bürgergemeinde schliesst mit einem Gesamtertrag von 868'400 Franken und einem Gesamtaufwand von 778'900 Franken mit einem Ertragsüberschuss von 52'500 Franken ab. In diesem Resultat sind insgesamt ordentliche Abschreibungen von 215'420 Franken und ausserordentliche Abschreibungen von 55'200 Franken enthalten.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde in den Ausbau Wärmeverbund rund eine halbe Million Franken investiert. Von diesem Betrag wurden bereits die ordentlichen Abschreibungen vorgenommen. Der Restbuchwert der bestehenden alten Anlage von 55'000 Franken wurde per Ende 2019 sofort ausserordentlich abgeschrieben. Zahlreiche Investitionen wurden aufgrund einer Machbarkeitsanalyse um ein Jahr verschoben.

Der Wald kostet Geld und bringt Verluste

Die Forstrechnung schliesst mit einem Aufwandüberschuss von 19800 Franken ab. Bei der Betriebsgemeinschaft Forstbetrieb Niederamt ist die Bürgergemeinde Dulliken mit 56'200 Franken beteiligt, am Eigenkapital sind mit 141'700 Franken (14.4 Prozent) beteiligt. Der Ertragsüberschuss von 52'500 Franken wird dem Eigenkapital zugewiesen. Der Ertragsüberschuss von 52'485 Franken wird dem Eigenkapital gutgeschrieben, das per 31. Dezember 2019 6.587 Millionen Franken beträgt. Die Jahresrechnung 2019 wurde einstimmig genehmigt.

Guido Bärtschi, Ressortleiter Waldwirtschaft, erläuterte die Jahresrechnung Forstbetrieb Niederamt. Im ersten Jahr musste der Forstbetrieb bereits die schweren Sturmschäden durch Burglind bewältigen und im zweiten Betriebsjahr litt er ausserordentlich stark unter den Folgen des Trockensommers 2018. Der nach den Sturmschäden bereits stark geschwächte Rundholzmarkt wurde durch die grossen Käferholzmengen bis an die Grenzen belastet.

Bei einem Gesamtertrag von 1'503'216 Franken und einem Gesamtaufwand von 1'492'832 Franken weist die Laufende Rechnung einen Ertragsüberschuss von 10'384 Franken aus (vor der Gewinnausschüttung an die beteiligten Gemeinden). In diesem Resultat sind ordentliche Abschreibungen von 4000 Franken und zusätzliche Abschreibungen von 21'000 Franken enthalten. Für das Jahr 2019 war ein Aufwandüberschuss von 50'000 Franken budgetiert. Im abgelaufenen Betriebsjahr wurden keine Investitionen getätigt.

Da auch die Erträge aus den Dienstleistungsaufträgen die Erwartungen deutlich übertrafen und der Kanton bedeutende Beiträge an die Bewältigung der Käferschäden geleistet hat, liegt der Gesamtertrag in der Rechnung 2019 rund 268'200 Franken oder 27 Prozent über dem Planwert. Der Ertragsüberschuss von 10'384 Franken wird dem Eigenkapital zugewiesen. Die Jahresrechnung 2019 wurde einstimmig genehmigt.

Wärmeverbund mit ersten Bezügern

Der Ressortleiter Energieerzeugung informierte, dass die Bürgergemeinde Dulliken ab dem Werkhof an der alten Landstrasse einen Wärmeverbund betreibt. Die benötigte Wärme wird mit einer Holzschnitzel- und einer Gasfeuerung erzeugt und über Fernwärmeleitungen zu den Bezügern geleitet. Um den Betrieb aufrecht zu erhalten, verlangt der Kanton Solothurn einen Einbau eines Elektrofilters in der bestehenden Heizzentrale bis Ende 2021 Die Kosten belaufen sich auf etwa 100'000 Franken.

Seit Herbst 2019 werden die ersten Bezüger der Liegenschaften an der Hardstrasse 3 und 5 bereits mit Wärme beliefert. Der gestiegene Bedarf und das erkannte Potenzial an Wärmebezug verlangt heute ein Erweiterungsprojekt. Dabei wird die Bürgergemeinde vor die folgenden Aufgaben gestellt: Sicherstellung der Spitzen- und Bandenergie sowie des neuen Sommerbetriebes mit Holzenergie, Einhaltung der geltenden Normen, Minimierung der Emissionen für die umliegenden Anwohner. (mgt/ld)

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