Lostorf
Gemeinderat hat beschlossen: Auf der Hauptstrasse Nord gilt auch künftig Tempo 50

Der Gemeinderat Lostorf hat beschlossen, im Zuge der Strassensanierung auf eine Geschwindigkeitsbegrenzung im Bereich des Dorfplatzes zu verzichten.

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So soll der Strassenabschnitt im Bereich des Dorfplatzes gemäss dem Sanierungsprojekt «Hauptstrasse Nord» gestaltet werden.

So soll der Strassenabschnitt im Bereich des Dorfplatzes gemäss dem Sanierungsprojekt «Hauptstrasse Nord» gestaltet werden.

zvg

Das Kreditbegehren für den Ausbau der Hauptstrasse Nord wird der Gemeindeversammlung am 5. September unterbreitet. In Zusammenhang mit diesem Sanierungsprojekt gab die Tempolimite, vor allem im Bereich des Dorfplatzes, wiederholt Anlass zu Diskussionen. Der Gemeinderat hat sich an seiner letzten Sitzung nochmals eingehend mit den Geschwindigkeitslimiten befasst. Die Tempovarianten 20, 30 oder 50 km/h im Bereich Dorfplatz haben keine baulichen Massnahmen zur Folge und somit auch keinen Einfluss auf die Höhe der Kosten.

Der Entscheid zur Tempolimite liegt im Kompetenzbereich des Gemeinderates, der auch die Verantwortung dafür wahrnehmen muss. Für den abschliessenden Entscheid diente dem Gemeinderat unter anderem ein sehr detaillierter Bericht über die Verkehrssicherheit des Touring Club Schweiz. Nach Abwägen aller Vor- und Nachteile zur Tempolimite hat der Gemeinderat mehrheitlich entschieden, auf dem gesamten Bereich der Hauptstrasse Tempo 50 signalisieren zu lassen.

Ein weiteres Traktandum drehte sich ebenfalls um ein Strassensanierungsprojekt. Bei der Dubenrain- und Wartenfelsstrasse handelt es sich um Feldwege, auf die seinerzeit ein Teerbelag eingebracht wurde. Die vorhandenen Kofferungen genügen den heutigen Anforderungen nicht mehr. Zudem gab es in der Vergangenheit immer wieder Wasserleitungsbrüche in der Wartenfelsstrasse, sodass auch die Leitung ersetzt werden muss.

Schliesslich funktioniert die Strassenentwässerung auf der Dubenrainstrasse nicht mehr korrekt. Deshalb wurde für beide Strassen ein Sanierungsprojekt erstellt. Drei Büros wurden für eine Offerte der Planungsarbeiten angefragt. Die Kosten der Sanierung belaufen sich auf 255'000 Franken und der Ersatz der Wasserleitung in der Wartenfelsstrasse auf 285'000 Franken. Der Gemeinderat hat das Kreditbegehren von insgesamt 540'000 Franken einstimmig zuhanden der Gemeindeversammlung genehmigt.

Anschaffung einer UV-Anlage

Die Verunreinigung des Trinkwassers durch Fäkalkeime im vergangenen Juli hat aufgezeigt, wie anfällig die Wasserversorgung gegenüber kleinsten bakteriellen Verunreinigungen ist. Gemäss der kantonalen Lebensmittelkontrolle ist in Zukunft vermehrt mit Szenarien wie starken lokalen Gewittern zu rechnen, die zu einer kurzzeitigen Verunreinigung des Rohwassers führen können. Im Rahmen der Beprobung der Wassernetze wurde zudem festgestellt, dass sich das Wasser in der heissen Jahreszeit in den Leitungen stärker erwärmt als angenommen. Eine allenfalls vorhandene leichte Verkeimung könnte sich dadurch rasch verstärken.

Eine permanente Überwachung der bakteriellen Belastung des Grundwassers ist heute technisch nicht möglich, jedoch können mit einer UV-Bestrahlung des Wassers die Bakterien bei einer leichten Verkeimung abgetötet werden. Die Gemeinden Obergösgen, Dulliken und Lostorf wollen nun ihr Trinkwasser mit einer solchen UV-Anlage zusätzlich schützen. Der Gemeinderat hat dem Nachtragskreditbegehren für die Anschaffung einer UV-Anlage zugestimmt. (MVD)

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