Shooting
Trimbacher zieht sich für den Bauernkalender aus: «Zu verlieren hat man ja nichts»

Für den Schweizer Bauernkalender 2017 haben sich über 200 Männer und Frauen beworben. 13 Männer sind als Fotomodell ausgewählt worden – unter ihnen ist auch der 23-jährige Brian Mosimann aus Trimbach.

Nadia Chamakhe
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Wird bald für den neuen Bauernkalender fotografiert: Brian Mosimann.

Wird bald für den neuen Bauernkalender fotografiert: Brian Mosimann.

zvg

Seit zwölf Jahren erscheint der Bauernkalender regelmässig in einer Männer- und einer Frauenversion. Dazu werden Modelle abgelichtet, «die sich als Botschafter der Landwirtschaft sehen, sexy sind und gut reden können», so die Kriterien der Macher.

Die Jury

Bauer Jeroen Heusser (47), bekannt aus der Sendung «Bauer sucht Frau»

«Bachelor» Rafael Beutl (31)

Ex-Mister Schweiz und Biobauer Renzo Blumenthal (39)

«Schweizer Bauer»-Redaktorin Pamela Fehrenbach.

Der 23-jährige Brian Mosimann aus Trimbach erfüllte die obengenannten Punkte und überzeugte die Jury in einem fünfminutigen Gespräch und einem Probe-Shooting für den «Bauernkalender 2017».

Er ist einer der 13 Männer, die noch im Juni in Wiggiswil im Kanton Bern oder im Zürcher Oberland bei Aathal Modell stehen werden.

Nicht «nur» Kanalreiniger

Auswahlverfahren

- 200 Leute haben sich beworben

- Nur wenige Bewerber und Bewerberinnen sind aus dem Kanton Solothurn

- 40 Männer und Frauen wurden für das Casting eingeladen

- 13  Kandidaten und 13 Kandidatinnen dürfen sich für den Kalender fotografieren lassen

Im Kanton Aargau machte der 23-Jährige seine Lehre in drei verschiedenen Landwirtschaftsbetrieben. Da sich die Situation in der Landwirtschaft laut Mosimann – insbesondere finanziell – als schwierig erwiesen hat, arbeitet er mittlerweile als Kanalreiniger.

Der Trimbacher hat noch immer eine starke Bindung zur Landwirtschaft, so hilft er regelmässig seinem Vater auf dem aargauischen Betrieb in Windisch aus. Auch seiner Freundin, die auf einem Bauernhof wohnt, geht er ab und zu zur Hand.

Doch damit nicht genug: In drei bis vier Jahren will der Bauernsohn seinen Kindheitstraum verwirklichen und Polizist werden. Dieser Wunsch führte schliesslich dazu, dass er als Hundeführer seinem treuen Begleiter «Chips» begegnete.

In der Rekrutenschule lernte der junge Mann seinen Hund kennen. Er habe eine enge Beziehung zu «Chips» aufgebaut und der Rüde sei im Militär seine Hauptmotivation gewesen. «Die RS konnte ich dank ihm sozusagen auf einer freiwilligen Basis besuchen, da mir die gemeinsamen Märsche Spass gemacht haben. Er ist mir sehr ans Herz gewachsen, weil wir viel zusammen durchgemacht haben», sagt der Bauernkalender-Kandidat. Vor drei Jahren konnte er das Tier schliesslich dem Militär abkaufen.

Wird bald für den neuen Bauernkalender fotografiert: Brian Mosimann.
4 Bilder
Diese Aufnahmen wurden in einem Oltner Fotostudio gemacht.
Der 23-Jährige macht auch privat gerne Fotos.
Brian Mosimann macht vor der Kamera eine gute Figur.

Wird bald für den neuen Bauernkalender fotografiert: Brian Mosimann.

zvg

«Zu verlieren hat man ja nichts»

Auf die Frage nach dem Beweggrund, sich für das Fotoshooting zu bewerben, hat der 23-Jährige keine konkrete Antwort. Er wolle einfach etwas Neues ausprobieren und habe «ja nichts zu verlieren». Der Trimbacher hofft auf eine gute Erfahrung. Zudem fotografiere er hobbymässig selbst gerne und wolle nun einmal vor statt hinter der Kamera stehen.

Die Freundin begegnet Mosimanns neuem Projekt eher skeptisch. Sie unterstütze ihn aber trotzdem und freue sich für ihn. Wäre auch schade wenn das nicht so wäre, denn die Zusage habe ihm «viel bedeutet» und in ihm dasselbe Freudegefühl ausgelöst, wie wenn er eine Lehrstelle bekommen hätte.

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