Schönenwerd

Wirtepaar verkauft Hotel Storchen nach 25 Jahren – samt «Gault-Millau»-Restaurant

Monika und Peter Lustenberger mit Hoteldirektor Lukas Fritschi (links) vor dem Hotel Storchen in Schönenwerd.

Monika und Peter Lustenberger mit Hoteldirektor Lukas Fritschi (links) vor dem Hotel Storchen in Schönenwerd.

Das Hotel Storchen in Schönenwerd wird nach 25 Jahren vom Ehepaar Lustenberger an die Hotelgruppe b_smart selection verkauft.

Das Hotel Storchen mit 40 Zimmern in Schönenwerd feiert dieses Jahr nicht nur Jubiläum, sondern auch Abschied. 25 Jahre lang waren Monika und Peter Lustenberger mit Leib und Seele Gastgeber. «Wir haben den ‹Storchen› mit viel Herzblut, Leidenschaft und grossem persönlichen Engagement über all die Jahre geführt», sagt Peter Lustenberger. Doch nun wird das Hotel verkauft und wechselt den Besitzer. Der Abschied falle schwer, wie Peter Lustenberger etwas wehmütig erzählt. Doch weniger vom Betrieb als vielmehr von den langjährigen Mitarbeitern und Stammgästen.

Aus diesem Grund wolle man sich für den Weggang genügend Zeit nehmen. Sie möchten sich von den Mitarbeitern und den Gästen ordentlich verabschieden können, erklärt Monika Lustenberger. Noch bis Ende Juni bleibt der «Storchen» in den Händen der Lustenbergers. Vor der Hotelübergabe soll das diesjährige Jubiläum gebührend gefeiert werden. Das Hotel Storchen feiert nämlich nicht nur das 25. Betriebsjahr unter Monika und Peter Lustenberger, sondern auch das 50-jährige Bestehen. Im Jahr 1995 hat das Ehepaar das Hotel von der Bally Schuhfabriken AG übernommen. Seither wurde viel in das Hotel investiert. Es wurde zu dem, was es heute ist: eines der renommiertesten 4-Sterne-Hotels der Region. So kann sich das Hotel auch mit einigen berühmten Gästen wie Popsänger Baschi, Komiker Peach Weber oder Ex-Bundesrat Moritz Leuenberger rühmen. Bekannt ist der «Storchen» zudem durch sein mit 14-Gault-Millau-Punkten ausgezeichnetes Restaurant «La cuisine».

Das Hotel Storchen bleibt erhalten

Trotz Besitzerwechsel soll sich nicht viel ändern. Dem Nachfolger, der b_smart selection, ist daran gelegen, den Charakter des Hotels zu erhalten. Das operative Geschäft wird weiterhin vom jetzigen Hoteldirektor Lukas Fritschi geführt. Zudem werden auch alle 35 Voll- und Teilzeitmitarbeitenden sowie der Name des Hotels übernommen. Es wird viel Wert darauf gelegt, dass die Eigenheiten, durch die sich das Hotel Storchen auszeichnet, auch in Zukunft so bleiben. «Wir haben den idealen Nachfolger für diesen Betrieb gefunden», ist Peter Lustenberger überzeugt. Die b_smart selection führt bereits mehrere erfolgreiche Hotelbetriebe in der Schweiz und in Lichtenstein.

Durch die passende Nachfolge und den zurzeit guten Markt sei es der optimale Zeitpunkt für den Verkauf. «Es ist besser jetzt zu agieren, als in zehn Jahren zu reagieren», erklärt Peter Lustenberger. Da sich bereits mehrere Hotelbetriebe im Besitz der Familie Lustenberger befinden, hat sich die Suche nach einer Nachfolge für diesen Betrieb als schwierig erwiesen. Keiner aus der Familie wollte den «Storchen» weiterführen. Als zufälligerweise die b_smart selection ihr Interesse angemeldet hatte, setzte man sich erstmals mit dem Gedanken auseinander, das Hotel zu verkaufen.

Die nächsten Projekte sind bereits in den Startlöchern

Doch Monika und Peter Lustenberger denken gar nicht daran, es nun ruhiger angehen zu lassen. Sie wollen sich ab jetzt mehr auf die anderen Familienbetriebe konzentrieren. «Wir sehen es als Chance, anderes weiterzuentwickeln», sagt der diplomierte Hotelier Peter Lustenberger. So seien auch bereits die nächsten Projekte, der Ausbau des Hotels in Luzern und des Hotels in Baden, in Planung. Sie werden also auch in Zukunft der Hotelbranche treu bleiben.

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