Stüsslingen
Zuerst wird saniert, dann erst gibts eine neue Heizung

Die nächste Budget-Gmeind in Stüsslingen kann über Projekt und Kredite entscheiden.

Marcel Daucourt
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Ziel der Sanierungen ist, den Heizbedarf von Gemeindehaus (links) und Schulanlagen zu reduzieren.

Ziel der Sanierungen ist, den Heizbedarf von Gemeindehaus (links) und Schulanlagen zu reduzieren.

Bruno Kissling

Bevor die Gemeinde Stüsslingen die Heizung von Schulanlagen und Gemeindehaus ersetzt, lässt sie die Gebäude sanieren. Der Gemeinderat hat ein Projekt in Auftrag gegeben.

Vor drei Jahren waren für das Gemeindehaus sowie die Schulanlagen eine Zustandsanalyse und eine darauf basierende Gebäudestrategie erstellt worden. Die Analyse hatte vor allem beim Dach des Gemeindehauses Handlungsbedarf gezeigt. Da zudem in den nächsten Jahren der Ersatz der gemeinsamen Heizung für die Schulanlagen und das Gemeindehaus ansteht, beschloss jetzt der Rat, vorgängig den Heizbedarf durch sinnvolle und anstehende Sanierungen der Gebäude zu reduzieren.

Die Planungsprojekte für die anstehende Sanierung des Gemeindehauses (Estrichgeschoss und Dachstuhl) und der Schulanlagen (Dach, Fenster, Decke über Vorplatz sowie Fassade des Schulhauses 86, Fenster im Untergeschoss der Turnhalle) wurden an das ortsansässige Architekturbüro Martin von Arx vergeben. Die ausgearbeiteten Projekte sowie die Kreditanträge sollen an der Budgetgemeindeversammlung 2016 dem Souverän vorgelegt werden.

Kritik an Wasserversorgungsplan

Im Herbst 2015 war das kantonale Amt für Umwelt mit einer Vernehmlassung zum Projekt «regionaler Wasserversorgungsplan Olten-Gösgen» an die Gemeinden gelangt. Es wurde um eine Stellungnahme aus Sicht der örtlichen Wasserversorgung ersucht.

Der Stüsslinger Gemeinderat liess die Unterlagen durch die Wasserkommission eingehend prüfen. Es wurde vorab festgestellt, dass der Kanton bei den verwendeten Daten bezüglich der Gemeinde Stüsslingen in einigen Punkten von falschen Voraussetzungen ausging. Dies liess allgemein Zweifel an der Qualität des Konzepts aufkommen, namentlich auch an der Gesamtkostenschätzung von 16 Mio. Franken.

In seiner Antwort auf die Vernehmlassung hielt der Gemeinderat fest, dass Stüsslingen mit dem geplanten und bereits genehmigten neuen Wasserreservoir und der bestehenden Verbindungsleitung zur Wasserversorgung Niedergösgen alle Anforderungen an eine moderne und sichere Wasserversorgung erfüllen werde. Die im Projekt des Kantons vorgesehene zusätzliche Verbindungsleitung zwischen Stüsslingen und Lostorf ist aus Sicht der Wasserversorgung Stüsslingen unnötig. Nach den vorgesehenen Investitionen verbleibe finanziell kein Spielraum mehr für einen weiteren Ausbau. Der Rat nahm auch negativ zur Regionalisierung der Wasserversorgung Stellung, da damit einmal mehr der Einfluss der einzelnen Gemeinden stark eingeschränkt werde.

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