Olten
Erhebliche IT-Probleme verzögerten Arbeit im Wahlbüro

Die Resultate der Oltner Stadtratswahlen wurden am Wahlsonntag mit üppiger Verspätung veröffentlicht. Wie die neue Software des Kantons die Arbeiten der Wahlbüros für rund drei Stunden erschwerte, wenn nicht gar blockierte.

Urs Huber
Merken
Drucken
Teilen
Leander Knapp, Präsident des Wahlbüro Olten im Oltner Stadthaus

Leander Knapp, Präsident des Wahlbüro Olten im Oltner Stadthaus

Franz Beidler

Es wurde spät am Wahlsonntag. Erst kurz nach 19 Uhr wurden die Oltner Resultate der Stadtratswahlen kommuniziert. Für Leander Knapp, Präsident des Wahlbüros, leicht zu erklären.

«Zum einen gab es nicht unerhebliche IT-Schwierigkeiten, die ein Fortkommen der Arbeiten während rund 3 Stunden erschwerten wenn nicht gar blockierten. Diese entstanden aufgrund der neuen Software des Kantones für Abstimmungen (VeWork) und nicht direkt bei uns in Olten.»

Dies habe sämtliche Wahlbüros im Kanton ausgebremst, die grossen jedoch überproportional zu den kleinen. «Zum zweiten war die Stimmbeteiligung sehr hoch.» Da sorge für Mehrarbeit.

Stimmbeteiligung von über 58 Prozent

Für den Wahl- und Abstimmungssonntag vom 7. März gingen von total 11203 Stimmberechtigten 6512 Stimmrechtsausweise ein, woraus sich eine Stimmbeteiligung von gut 58 Prozent ergibt. Meist liegt diese zwischen 30 und 40 Prozent. «Dazu muss man wissen, dass sich nicht alle teilnehmenden Stimmberechtigten auch an allen Wahlvorgängen beteiligten», so Knapp weiter. Von den 6512 Teilnehmenden beteiligten sich lediglich 5258 Personen an den Stadtratswahlen. 17 Wahlzettel wurden leer, drei ungültig abgegeben. Was die ausgewiesene Stimmbeteiligung von gut 47 Prozent ergibt.

«Erfahrungsgemäss erfahren bei Wahlen und Abstimmungen auf unterschiedlicher Ebene die nationalen Wahlen und Abstimmungen die grösste Beteiligung, gefolgt von jenen des Kantons. «Am wenigsten ausgeprägt ist die Beteiligungen auf kommunaler Ebene», weiss Knapp.

Verzögerung konnte nicht mehr aufgeholt werden

Mit der Arbeit des Wahlbüros ist der Leiter sehr zufrieden. «Es ist schön gelaufen und es wurde auch gut gearbeitet.» Die Verzögerung, welche durch das IT-Problem entstanden sei, hätte nicht mehr aufgeholt werden können. «So lagen die Resultate nicht wie erwartet gegen 16 Uhr, sondern eben erst gegen 19 Uhr vor», meint Leander Knapp.

Auch in der Gemeinde Bellach kam es zu massiven Verspätungen der Wahlresultate. Dort jedoch nicht wegen einem IT-Problem, sondern wegen einem Fehler beim Zählen der Listen.