Dulliken

Polizei findet schlecht gehaltene und teils schon tote Kaninchen — und entdeckt dabei zwei Hanfanlagen

Hanfanlagen bei Tierschutz-Intervention in Dulliken entdeckt

Hanfanlagen bei Tierschutz-Intervention in Dulliken entdeckt

Ein 53-Jähriger Schweizer vernachlässigte seine Kaninchen. Als die Polizei ihn kontrolliert, trifft sie auf ein trauriges Bild und findet zudem zwei Hanf-Indoor-Anlagen.

Bei der Kontrolle einer Halle in Dulliken fand die Kantonspolizei Solothurn am vergangenen Wochenende unter schlechten Bedingungen gehaltene Kaninchen. Einige waren bereits verendet. Im Gebäude befand sich noch eine Hanf-Indooranlage. Eine weitere Anlage hob die Polizei am Wohnsitz des Beschuldigten aus.

Nach einem Hinweis aus der Bevölkerung kontrollierte die Polizei in der Nacht auf Samstag 1. August in Dulliken eine Halle, in welcher sich mehrere Kaninchen-Stallungen befanden. Dabei musste festgestellt werden, dass die rund 20 Kaninchen durch den Besitzer vernachlässigt wurden; einige Tiere waren bereits gestorben, wie die Kantonspolizei Solothurn mitteilt. Es sei sehr warm gewesen in der Halle und die Tiere hätten teilweise nichts zu trinken gehabt. 

Einige Kaninchen mussten eingeschläfert werden. Die Tiere wurden mit Hilfe einer aufgebotenen Tierärztin versorgt und später im Tierdörfli Olten untergebracht.

Bei der weiteren Kontrolle der Hallenboxe auf dem Hugi-Areal stiess die Polizei zudem auf eine Hanf-Indooranlage mit mehreren Hundert Marihuana-Pflanzen. Am Wohnort des Mieters der Halle fand sie eine weitere Anlage und diverse Betäubungsmittel.

Die Anlagen wurden sichergestellt und zur Vernichtung abgegeben. Der Beschuldigte ist ein 53-jähriger Schweizer aus dem Kanton Aargau, wird wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittel- und das Tierschutzgesetz angezeigt.

Der Aargauer wird von den Nachbarn als eher unscheinbarer Mieter beschrieben. «Wir kennen die Mieter in der Nachbarschaft, aber ihn nicht», sagt Mike Zettel gegenüber TeleM1. (pks/ldu)

Die Polizeibilder vom August 2020

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