Solothurn
Der alte Schwingkeller wird bald vergessen sein

Die Grundentscheide zur Finanzierung der neuen Halle für den Schwingklub Solothurn sind gefallen. Dieser stellt Eigenleistungen von 300 000 Franken in Aussicht.

Armin Leuenberger
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Wo willst du liegen? Lorenz Blatter(rotes Hemd) und Jungschwingerleiter Thomas Stüdeli trainieren im alten, viel zu kleinen Schwingkeller.

Wo willst du liegen? Lorenz Blatter(rotes Hemd) und Jungschwingerleiter Thomas Stüdeli trainieren im alten, viel zu kleinen Schwingkeller.

Armin Leuenberger

Es ist der erste Freitagabend im neuen Jahr. Die Jungschwinger und anschliessend die Aktiven des Schwingklubs Solothurn treten zum ersten Training an. Um sich besser kennen zu lernen, gibt es nur ein kurzes gemeinsames Training. Der altehrwürdige Schwingkeller im Untergeschoss der Reithalle an der Werkhofstrasse 22 ist längst zu klein, die Bedingungen sind in jeder Hinsicht kaum mehr zumutbar. Nach einer besseren Lösung wird seit längerer Zeit gesucht.

Nägel mit Köpfen

An der Hauptversammlung 2014 wurde das Problem wieder einmal thematisiert. «Wir gründeten eine achtköpfige Projektgruppe für die Schaffung neuer Trainingsmöglichkeiten», erzählt der dreifache «Eidgenosse» Thomas Zindel. Das unter seiner Leitung stehende Team wird sofort aktiv und macht Nägel mit Köpfen.

Die Zeit drängt, sind doch die bisherigen Trainingsmöglichkeiten in der Reithalle eingeschränkt. Während der Ferienzeit ist der Schwingkeller öfters geschlossen und die Schwinger müssen nach Niederbipp ausweichen. Eine Ausweichmöglichkeit in ein anderes Mietobjekt existierte vor zwei Jahren in der Stadt Solothurn nicht. So entschloss sich die Projektgruppe, beim Stadtbauamt vorstellig zu werden.

Durchaus positives Echo

Bauamtleiterin Andrea Lenggenhager sowie Lukas Reichmuth, Leiter Hochbauamt, nahmen sich des Anliegens der Schwinger an. Mehrere Varianten wurden angeschaut, die Bedürfnisse des Schwingklubs geprüft sowie deren finanziellen Möglichkeiten abgeklärt. Dabei stand ein eigenes Gebäude im Vordergrund.

So reifte die Möglichkeit, sich an einem zweistöckigen Neubau westlich der Fussballfelder des FC CIS Solettese zu beteiligen. Schliesslich entschied man sich nach Abklärung der Finanzierung für eine Rohbaumiete. Das heisst, die Stadt erstellt das zweigeschossige Gebäude im Rohbau. Der Schwingklub mietet den einen Stock in sogenannter Rohbaumiete. Der Schwingklub zeichnet für deren Ausbau selber verantwortlich.

Wie am letztjährigen Weissenstein- Schwinget zu erfahren war, konnte sich auch Stadtpräsident Kurt Fluri für die Idee der Schwinger begeistern. Als die Mietkonditionen und sämtliche übrigen Details geklärt waren, erteilte am 21. Oktober die Gemeinderatskommission grünes Licht für das Projekt und am 10. Oktober bewilligte auch der Gemeinderat der Stadt Solothurn den Handel. Mit der Genehmigung des Budgets durch die Gemeindeversammlung vom 8. Dezember erhielt der Schwingklub für sein Projekt grünes Licht.

Auf Sponsorensuche

Die renommierte Firma Schenker Storen, mit Sitz in Schönenwerd, dem Schwingsport landesweit sehr grosszügig gesinnt, hat sich auch dem Schwingklub Solothurn gegenüber mit einem Fünfjahresplan im Hinblick auf die neue Schwinghalle verpflichtet. Weitere Sponsoren wie die AEW Energie AG und die Regio Bank Solothurn haben ihre Zusage ebenfalls erteilt. Nachdem nun der neuen Schwinganlage mit integriertem Klublokal nichts mehr im Wege steht, ist für den Schwingklub klar, dass ihm Kosten in der Höhe von zwischen 300 000 und 350 000 Franken entstehen werden. Ein schöner Teil davon wird allerdings durch die Schwinger in der Form von Eigenleistungen erbracht.

Erfreut, ja begeistert über den Neubau zeigt sich auch Vorstandsmitglied und Jungschwingerleiter Thomas Stüdeli. «Jetzt können wir wieder Werbung für unseren Klub machen.»

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