Kunst
Fraenzi Neuhaus versetzt Räume in einen Energiefluss

Sieben verschiedene, aber doch eng miteinander in Verbindung stehende Arbeiten hat Fraenzi Neuhaus für die Räume der neuen Raiffeisenbank in Solothurn geschaffen und diesen den Namen «KinematoTop» gegeben.

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Die Eingangshalle der Raiffeisenbank mit Neuhaus’ Arbeiten.

Die Eingangshalle der Raiffeisenbank mit Neuhaus’ Arbeiten.

Zur Verfügung gestellt

Sie erweitern die Räume, ergänzen sie, öffnen sie, leiten durch sie hindurch.

«KinematoTop», ist ein an Bewegung erinnerndes Gebilde aus Kabelbindern. «Meine Installation ist die Versinnbildlichung von fliessender Energie, Schwung, Beschleunigung und Lebenskraft», sagt die Künstlerin. «Die geflechtartigen Strukturen wirken technisch und organisch zugleich, so wie sich das Leben und Wirken in der Stadt und im Bankbetrieb manifestiert.»

Ein ineinanderfliessendes Geflecht

An der Wand der grossen Empfangshalle der Bank ist eine weisse Netzstruktur vor goldgelbem samtig-schimmernden Metallhintergrund zu sehen. Diese wird begleitet von einer Börsenkurve und rautenförmigen Glanzmustern – eine Anspielung auf die Hologramme auf den Banknoten. Auf der vorgelagerten weissen Wand zum 1. Stock hin, legt die Künstlerin die ursprüngliche Grundform der Netzstruktur offen. Diese silbrig schimmernde Applikation aus Glanzlack ist der Ursprung, des grossen, ineinandergreifenden Geflechts. Es ist entstanden aus mehrfach verschlungenen Windungen und Aneinanderreihen eines einzelnen, kürzeren fotografierten Skulpturfragments.

Im 1. Stock hat Fraenzi Neuhaus das Motiv der organischen Netzstruktur dreidimensional vorangetrieben. So quellen in den Sitzungszimmern verschiedene Kabelbindernetze von der Decke zum Boden, oder umgekehrt. Hier arbeitet Neuhaus auch mit Farben, mit Licht und Schatten, nimmt barocke Formen auf. Einzig im Besprechungszimmer, von welchem man direkt auf den Kronenplatz und die St.-Ursen-Kathedrale hinaussieht, ist ihr Raumkörper an der weissen Wand ganz in Weiss gehalten, jedoch in einer üppigen Form.

Konsequente Bildsprache

Seit 2002 arbeitet Fraenzi Neuhaus konsequent an zwei- und dreidimensionalen, oft raumgreifenden Objekten. Mit dieser Arbeit hat sie ihre langjährige konsequente Bildsprache weitergeführt und erweitert und damit den Vorgaben des Bauherren und der Architektur voll und ganz entsprochen. Neuhaus will mit ihren Werken bewegen, begegnen, im Fluss des Lebens mitschwingen. (frb)

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