Solothurn
Reithalle dank Stadttheater zu 98 Prozent ausgelastet

An der Generalversammlung der Rythalle Soledurn AG wurden erfreuliche Zahlen präsentiert. Am augenfälligsten ist die Auslastungsziffer von 98 Prozent. Dies konnte nur dank der Vermietung ans Theater Orchester Biel Solothurn erreicht werden.

Andreas Kaufmann
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Das Theater Orchester Biel Solothurn spielt weiterhin in der Reithalle.

Das Theater Orchester Biel Solothurn spielt weiterhin in der Reithalle.

Andreas Kaufmann

Das goldumrahmte Solothurner Wappen, das die Frontfassade der Reithalle ziert, erstrahlt wieder im neuen Glanz. Nachdem Wildbienen sich daran gütlich getan hatten, musste eine Sanierung unter fachlichen und finanziellen Mithilfe der kantonalen Denkmalpflege vorgenommen werden.

Diese eher kleine Randnotiz aus dem Berichtsjahr 2013/2014, die Verwaltungsratspräsident Christoph Rölli anlässlich der Generalversammlung der Rythalle Soledurn AG erwähnte, steht symbolisch auch für die finanzielle Entwicklung in den vergangenen Geschäftsjahren. Nachdem man 2012 mitunter noch mit Zahlungsausständen von HESO-Standgebühren zu kämpfen hatte, konnten diese Löcher bereits im vergangenen Geschäftsjahr gestopft werden.

Als «gesund und prosperierend» bezeichnete Rölli deshalb die derzeitige Situation der Rythalle Soledurn AG. Eine Zahl fiel in seinen Ausführungen besonders auf: 98 Prozent. So hoch nämlich war die Auslastungsziffer für die Reithalle im Zeitraum zwischen Juli 2013 und Juni 2014, was 358 Tagen im Jahr entspricht. Im Vorjahr war es lediglich zu 58 Prozent (oder 211 Tage) vermietet. Zu verdanken ist diese Traumquote nicht zuletzt der Betriebsauslagerung des Stadttheaters in die Reithalle. «Wir hätten nichts dagegen gehabt, wenn das Theater noch länger bei uns bleiben würde», witzelte Rölli, wohl wissend, dass die 98 Prozent kaum als Messlatte für künftige Jahre gelten können: Voraussichtlich im Januar wird das Theater nämlich wieder an seinem angestammten Ort den Betrieb aufnehmen.

Thomas Zindel, zuständig für die Finanzen der Rythalle Soledurn AG, übersetzte die Erfolgsfakten in Frankenbeträge: Dank des Stadttheaters stiegen die Mieteinnahmen der Reithalle um 118 000 auf 292 000 Franken an. Erfolgreich bilanziert auch die fürs vergangene Geschäftsjahr relevante Herbstmesse von 2013. «Viel mehr wird nicht möglich sein», fasste Zindel das gute Ergebnis zusammen. Der Nettoertrag stieg im Vergleich zum Vorjahr um rund 56 000 Franken auf 1,735 Mio. Franken, während die Ausgabenseite mit 1,043 Mio. Franken leicht höher als im Vorjahr zu Buche schlägt.

In der gesamten Erfolgsrechnung fallen zudem höhere Unterhalts- und Reparaturkosten rund um die Reithalle ins Gewicht: Dahinter stecken unter anderem die Sanierung des Flachdachs, die Reparatur des besagten Fassadenwappens, sowie Mehrkosten, die durch die in Zelte ausgelagerten Anlässe (Biertage und Oktoberfest) entstanden sind. Gesamthaft sind die Ausgaben mit 1,942 Mio. um 172 000 Franken höher als im Vorjahr, während die Einnahmen mit 2,032 Mio. um 175 000 Franken höher ausfallen als im Geschäftsjahr 2012/2013.

«Mit einem Eigenkapital von 887 000 Franken steht die Rythalle AG finanziell gut da», fasste Thomas Zindel zusammen. Der unterbreitete Vorschlag, den Jahresgewinn von 90 000 Franken auf die neue Rechnung zu übertragen, wurde von den anwesenden 58 Aktionären (oder 1594 Aktionärsstimmen) angenommen.

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