Feuerwehr Solothurn
Sirenen, Blaulicht und ganz viel Rauch

An der Hauptübung der Stützpunktfeuerwehr Solothurn wurde unter anderem das neue Fahrzeug in Empfang genommen.

Beatrice Kaufmann
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Holz wurde ebenso zerschnitten...
21 Bilder
wie Autos aufgeknackt.
Auch Rettungsübungen wurde geprobt.
Metall wurde auch zerschnitten
Hauptübung der Stützpunktfeuerwehr Solothurn
... mit allerhand Innenleben.
Auch Pyrotechnik kam zum Zug.

Holz wurde ebenso zerschnitten...

Michel Lüthi

Was war denn da los am Freitagabend? Gegen 18.45 Uhr entwickelte sich Rauch auf dem Märetplatz, der sich schnell verdichtete und zu starker Sichtbehinderung führte. Die Feuerwehr der Stadt Solothurn war zwar direkt vor Ort, schaute dem Treiben allerdings nur zu. Natürlich bestand nie Grund zur Sorge, hatte die Feuerwehr den Rauch doch selbst erzeugt.

Im Rahmen der Hauptübung durfte sie ihr neues Modulfahrzeug, das seinen Vorgänger nach rund dreissigjähriger Dienstzeit ablöst, in Empfang nehmen. Dies im Beisein des Stadtpräsidenten Kurt Fluri, der Gemeindepräsidentin von Feldbrunnen-St. Niklaus, Anita Panzer, Feuerwehrleuten aus den umliegenden Ortschaften sowie zahlreicher Zuschauer.

Die ersten Funken und besagter Rauch entstanden, als Zuckerstöcke gezündet wurden, während das neue Fahrzeug mit Blaulicht und Sirene zum Märetplatz gefahren wurde. An seinem Ziel angekommen, wurde es in Form eines riesigen Schlüssels von Peter Jäggi (CEO Feumotech) an Kurt Fluri übergeben.

«Ich besitze keinen Führerschein für solche Fahrzeuge», meinte dieser schmunzelnd, und reichte den Schlüssel sogleich an den Kommandanten, Martin Allemann, weiter.

Vielfältige Leistungsschau

Allemann freute sich sichtlich, dem Publikum einen Augenschein bieten zu können, sowohl von der jüngsten Anschaffung als auch vom Können seiner Leute. Oder wie es Fluri ausdrückte: «An der Hauptübung können die Leute sehen, was mit ihrem Steuergeld passiert.» Dies geschah in Form von Posten, an denen die Feuerwehr diverse Gerätschaften vorführte und zeigte, dass ihr Aufgabenbereich weit über das Löschen von Bränden hinausgeht. Die Geräte sind im neuen Fahrzeug in Modulen zusammengefasst und stehen kompakt auf Regalen.

Dank Rädern sind sie neu mobil. Und so standen die Trennmittel in der Nähe, als Feuerwehrleute gekonnt allerhand Materialien zerschnitten. Nebenan wurden die Zuschauer Zeugen einer Rettung aus dem unterirdischen Goldbach. Wer am eigenen Leib das Gewicht von Sauerstoffflaschen spüren wollte, durfte dies beim Modul Atemschutz tun.

Und natürlich stand das neue Fahrzeug offen für jeden, der einmal auf der Rückbank Platz nehmen wollte. An den Kragen ging es einem Personenwagen, aus dem eine Frau geborgen wurde. Mit riesigen Trennmitteln zerschnitten die Profis das Auto in kurzer Zeit und retteten so das Unfallopfer.

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